Direkt zum Inhalt

Peugeot Traveller: Reise-Van mit Sympathiebonus

05.06.2019

Der Peugeot Traveller, hier in der Business VIP L2-Ausstattung, ist ein richtig praktischer Van für bis zu sieben Personen und glänzt mit einer sympathischen Eigenschaft

Fühlen: Ein Van ist selten anziehend, eher praktisch. Der Peugeot Traveller im zahmen Aluminium Grau kommt optisch eher unauffällig daher. Getönte Scheiben, schlanke Räder, brave Karosseriekanten. Das Interieur passt zur Hülle, farbliche Akzente gibt es nur auf dem zentralen Infotainement-Display. Das Lenkrad ist Peugeot-atypisch nicht super klein aber noch immer kompakt für einen Van. Die Ergonomie in der ersten Reihe stimmt, leicht erhöht sitzt man bequem im elektrisch verstellbaren Fahrersitz. Klopft man auf die Kunststoffteile, ist es eine Mischung aus dünnem Plastik und geschäumten, dickerem Kunststoff. Die Materialanmutung ist vollkommen in Ordnung.
 

Fahren: Mit knapp fünf Metern Länge (4,956 Meter um genau zu sein) ist der Peugeot Traveller für einen 7-Sitzer angenehm kompakt geraten. Und mit mindestens 1,65 Tonnen gar nicht mal sooo schwer. Der BlueHDI 150 S&S-Motor holt aus zwei Liter Hubraum 150 brave Pferde und stramme 370 Newtonmeter Drehmoment. Speziell das Drehmoment liegt bereits bei 2000 Umdrehungen an, womit sich der Diesel angenehm kraftvoll aus dem Drehzahlkeller fahren lässt. Im 6-Gang-Handschaltgetriebe muss daher nur mäßig oft umgerührt werden, den Traveller kann man gut und gerne schaltfaul bewegen. Die 150 PS reichen absolut aus, um jederzeit mit Vortrieb versorgt zu sein. Von Sportlichkeit ist man aber doch deutlich entfernt. Bei normaler Fahrweise laufen etwas über sechs Liter Diesel pro 100 Kilometer durch die Brennräume. Sympathisch und fahraktiv zeigt sich der Traveller wenn es kurvig wird. Trotz erhöhtem Schwerpunkt und Gewicht, kurvt der Traveller sehr präzise durch die Radien. Die Lenkung bietet überraschend viel Feedback und auch die Wankbewegungen sind vergleichsweise gering für einen Family-Van. Das Fahrwerk ist komfortabel aber nicht butterweich und auch die Bremse ist jederzeit Herr über den Peugeot-Van. Mit etwas über 12 Meter Wendekreis lässt es sich auch zügig durch die Innenstadt fahren. 
 

Laden: Bis zu sieben Personen können im Peugeot Traveller komfortabel reisen. Die dritte Sitzreihe kann auch von Erwachsenen benutzt werden - nicht bei jedem 7-Sitzer typisch. Sind alle Sitze aufgeklappt, bietet der Traveller noch 507 bis 655 Liter Kofferraumvolumen. Im Viersitzerbetrieb wächst das Volumen auf bis zu 1600 Liter an. Und bleibt nur die vordere Sitzbank drinnen, könne fast bis zu 4000 Liter verladen werden. Am Boden sind damit knapp über 2,4 Meter Ladelänge möglich. Kurz: Der Peugeot Traveller schluckt richtig viel Gepäck - wenn es denn sein muss.

Fazit: Der Peugeot Traveller ist ein praktischer Familien- und/oder Business-Van, der einen braven, soliden Motor besitzt und aktive Fahreigenschaften. Die Ergonomie und der Sitzkomfort stimmen, das Ladevolumen sowieso. Die Optik - innen wie außen - mag vielleicht etwas sehr nüchtern sein, aber in Summe hat sich der Traveller gut geschlagen.

Motor: 
2,0-l-Vierzylinder-Dieselmotor, 6-Gang-Handschaltung
Leistung: 
110 kW / 150 PS
Testverbrauch: 
6,4 l /100 km
Preis: 
51.350 Euro (Basispreis)
Genaue Modellbezeichnung: Peugeot Traveller BlueHDI 150 S&S Business VIP L2, Standardlänge
 © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel © KFZ Wirtschaft / Peter Seipel
Autor/in:
Philipp Bednar
Werbung

Weiterführende Themen

Apex
09.08.2019

Die Neuauflage der Suzuki Katana hat im letzten Winter für viel Aufregung gesorgt. Nun ist das Retrobike endlich da. Was soll ich sagen: optisch ziemlich von Vorgestern, fahrtechnisch jedoch ...

Bernd Pfaller ist neuer Marketing Direktor bei Peugeot Austria.
Aktuelles
11.07.2019

Bernd Pfaller übernimmt die Marketingdirektion bei Peugeot Austria.

Apex
08.07.2019

Kawasaki bietet mit der Ninja ZX-6R eine der letzten 600er-Supersportlerinnen an. Sie ist eine direkte Konkurrentin zur Yamaha YZF-6R, fährt sich aber komplett anders. Zwei Welten prallen ...

Apex
21.06.2019

Die Neuauflage der Ducati Hypermotard ist für die italophile Supermotojunkies ein Fest. Aber hält die Neue, was sie verspricht? Ist es überhaupt noch eine Supermoto? Und wie schlägt sie sich im ...

Apex
07.06.2019

Die BMW F 850 GS in der Adventure-Version kann grundsätzlich viel: Straße, Schotter oder leichtes Gelände, sie befährt alles. Aber: Das bayrische Enduro-Touringbike ist viel zu teuer eingepreist ...

Werbung