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#PimpMyDuke: Teil 2 – Die Demontage

18.12.2017

Unsere Apex-Duke ist bereits demontiert. Beim Lösen der wichtigsten Schrauben finden wir ein paar versteckte, bis dato uns unbekannte Schäden. Alles nur halb so wild, bis auf einen richtigen doofen Defekt.

Das Auseinanderschrauben geht bekanntlich ratz-fatz. Freitagabend wird die Duke auf die Bühne gestellt und der Werkstattwagen zur Seite geschoben. Die erste Stunde ist um, alle unnötigen Verkleidungsteile sind weg. Unter dem Plastik kommt eine neue Schramme am Kühler hervor. Nicht schlimm, alles dicht. Ein paar Farbtupfer werden es wieder richten. Der Krümmer hat auch schon bessere Tage gesehen, aber grobe Roststellen finden sich trotz Winterbetrieb keine. Die Bremsscheiben sind in einem Top-Zustand, die dürften erst kürzlich getauscht worden sein. Egal, wir werden hier edle Bremsware von TRW verwenden. Mit zwei verschiedenen Mischungen wollen wir auf der Straße und am Track angreifen. Der Vergleich soll uns sicher machen. 

Schaden am Fahrwerk

Die Gabel ist rasch aus der Gabelbrücke gefimmelt. Keine Verspannungen, keine groben Kratzer oder dergleichen sichtbar. Passt, schaut gut aus. Da aber sicher noch nie etwas daran gemacht wurde, haben wir Robert Wilhelmer von WiRo Motorradtechnik mit dem Fahrwerksservice und Upgrade beauftragt. Das Federbein raus zu bekommen ist deutlich mühsamer. Ersten war der untere Haltebolzen angegammelt und festgerostet. Selbst Schnellrostlöser und sanftes Klopfen wollte den Bolzen nicht lockern. Mit einer fast ein Meter langen Verlängerung und einem gefühlvollen Schwung ist der Bolzen aber in die Knie gegangen. Beim Ausbau des Federbeins ist aufgefallen, dass die Schwinge extrem stramm um das untere Federbeinaug sitzt. Nachdem die Schwinge zum Lackierer wandert, werden wir dort sicher nacharbeiten müssen. Endlich ist das Federbein draußen. Shit, der Zugstufenversteller am unteren Ende lässt sich in keine Richtung drehen - der sitzt bombenfest. Der Winterbetrieb dürfte den feinen Versteller mit gesalzenem Spritzwasser zugesetzt haben. Ansonsten liegt das Fahrwerk - dem Alter entsprechend - gut da. Um unseren angedachen Stil treu zu bleiben, werden Gabelfüße und Federbeinfeder schwarz gepulvert. 

Kabelsalat

Nachdem unsere Apex-Duke eine neue Lichtmaske bekommen wird, hat die Originalmaske ausgedient. Blöderweise nutzt KTM den Hohlraum hinter dem Scheinwerfer, um die halbe Bordelektronik dort zu verstauen. Ein bunter Kabelsalat zwischen Tacho und Scheinwerfer muss demnächst in die deutlich kleinere Maske. Wie wir das anstellen werden, ist zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz klar - da wird noch einiges an Gehirnschmalz investiert werden müssen. Da wir auf LED-Blinker umrüsten werden, war der Onlineshop Brands4Bikes so nett und hat uns zwei verschiedene Blinkerrelais zur Verfügung gestellt. Unter anderem das Highsider PW-Nano - das wohl allerkleinste Blinkerrelais was man sich vorstellen kann. Nachdem wir jeden Kubikzentimeter hinter der Minimaske brauchen werden, sagen wir schon jetzt dickes Dankeschön für den praktischen Platzsparer. 

Gewichtstuning

Um die federleichte Akrapovic-Race-Endtöpfe tut es mir richtig leicht. Da die Auspuffanlage aber keine Straßenzulassung hat, müssen die runden Titanrohre weg. Immerhin wollen wir legal auf heimischen Straßen herumfahren, daher ist eine Race-Anlage - speziell bei einem bollerndnen V2 - echt etwas zu viel des Guten. Anruf bei der Firma Birner und Segmentsverkaufleiter Motorrad Andreas Gruber. Kurzer Plausch und Beratung - für die Mivv Suono Sportendschalldämpfer entschieden. Danke für die Unterstützung! Um etwaige Gewichtsnachteile wieder wett zu machen, kommt statt der originalen Blei-Batterie eine nur ca. 1 kg schwere Lithium-Ionen-Batterie von Motobatt zum Einsatz. Das Leichtgewicht sorgt nicht nur für rund 3 kg Gewichtsersparnis, die Lithium-Batterie hat auch einen konstanteren Startstrom. Bei wechselnden Wetterbedingungen in der Übergangszeit ein angenehmer Nebeneffekt. 

 

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