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Punktgenaue Landung

14.12.2009

Am Flughafen Graz fand der „Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft“ statt. Die Granden von Gewerbe und Handel zogen Bilanz und wagten einen Blick in die Zukunft. Ein äußerst gelungenes Event.

Es kommt gar nicht so häufig vor, dass eine Veranstaltung der Interessenvertretung ganz und gar punktgenau ist: informativ, interessant, spannend, kurzweilig, Die Steirer stellten mit dem „Tag der steirischen Kfz-Wirtschaft“ jedenfalls ein Branchenevent auf die Beine, das alle Stückeln spielte. Durch den Nachmittag führten Landesgremialchef Ing. Klaus Edelsbrunner und Landesinnungsmeister KommR Josef Harb.

Zu Beginn skizzierte Wirtschaftskammerpräsident Mag. Ulfried Hainzl die Spezifika des Wirtschaftsstandortes Steiermark. Gerade in Zeiten der Krise gelte es für die insgesamt 66.000 steirischen Unternehmen, die Ärmel aufzukrempeln. Hainzl brach auch eine Lanze für das duale Ausbildungssystem, das sich vortrefflich bewährt habe und appellierte an die Unternehmer, weiterhin Zeit und Kraft in die Ausbildung von Jugendlichen zu investieren. „Ein Plus von 25 Prozent bei der Jugendarbeitslosgkeit ist mir nicht egal. Da müssen wir alle gemeinsam etwas tun“, so Hainzl.
In dieselbe Kerbe stieß auch BIM-Stv. Josef Wiener, der an die Betriebe appellierte, Lehrlinge auszubilden und sich auch in Bezug auf die zahlreichen und breit gefächerten Förderungen zu erkundigen.

„Automobilkauffrau/mann“
Landesgremialchef Ing. Klaus Edelsbrunner und Landesinnungsmeister KommR Josef Harb berichteten über aktuelle Entwicklungen der Kfz-Branche und gingen auf die zahlreichen Lehr- und Ausbildungsprogramme ein, die auf dem Engagement der Interessenvertretung basieren. Die neue Ausbildung Automobilkauffrau/mann ist eine Erfolgsstory. Nach über 1.260 Unterrichtsstunden in drei Lehrgängen haben die ersten 17 Jugendlichen nun diese Ausbildung absolviert. Von Kundenbetreuung über fachliches Wissen bis hin zu Marketing, Projektmanagement und Recht wird den jungen Verkäufern alles beigebracht. Derzeit sind weitere 102 Lehrlinge in diesem Schulversuch gut unterwegs.
KommR Josef Harb, der 853 Mitgliedsbetriebe vertritt, betonte, dass nur in Österreich und in Portugal die §57a-Überprüfung in der Werkstätte durchgeführt werde. „Zirka acht Millionen Überprüfungen gibt es pro Jahr. Ein enorm wichtiges Standbein für die heimischen Werkstätten.“ Harb ging auch auf die wieder stark zunehmende Schattenwirtschaft ein und hob die Stichworte Garantie und Gewährleistung hervor: „Die gibt‘s nur bei uns Fachbetrieben, das müssen wir den Konsumenten immer aufs Neue bewusst machen.“

Kampf der Schattenwirtschaft
Wolfgang Aldrian vom Finanzamt Oststeiermark referierte sodann unter dem ironischen Motto „Steuerbefreite Kfz-Techniker“ über die hohen Strafen, die Betrieben ins Haus stehen, die nicht gemeldete Beschäftigte oder illegale Ausländer hätten.

Autor/in:
Redaktion KFZ Wirtschaft
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