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Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Digitalisierung hat längst auch den Reifen erfasst.

Reifendruck-Alarm per Mail und SMS

01.10.2020

Autozulieferer Continental baut ein Netzwerk für digitales Reifenmanagement. Flottenkunden werden in Echtzeit informiert, wenn beispielsweise der Fülldruck nicht in Ordnung ist. 

Continental und Vergölst, die deutsche Handelstochter von Continental, bauen gemeinsam ein flächendeckendes Servicenetzwerk für ContiConnect-Kunden
auf. Alle Vergölst-Nutzfahrzeugcenter werden langfristig mit der webbasierten Systemlösung ausgestattet. Mit ContiConnect weitet Vergölst sein Serviceangebot deutlich aus. Das Unternehmen positioniert sich bei seinen Kunden noch stärker als Partner für ein professionelles Reifenmanagement, das Flotten sicherer und effizienter macht. Flottenkunden können deutschlandweit an den Messstationen die Reifendaten der Fahrzeuge in Echtzeit an ihr Fuhrparkmanagement übermitteln. Bereits bei der Tourenplanung können die Messpunkte eingeplant und an die Fahrer kommuniziert werden, sodass sie die Nutzfahrzeugcenter gezielt ansteuern können. 

Immer sicher unterwegs

Dieser Service ist für ContiConnect-Kunden kostenlos. Er ist Teil einer gemeinsamen Serviceoffensive von Continental und Vergölst. „Uns ist wichtig, dass unsere Kunden jederzeit mobil sind“, sagt Thorsten Schuckenböhmer, Leiter des Nutzfahrzeuggeschäfts bei Vergölst. „Dazu gehört, dass Ausfall- und Standzeiten vermieden werden. Die bundesweite Ausstattung unserer Nutzfahrzeugcenter mit ContiConnect ermöglicht die Überprüfung der Reifenbeschaffenheit, die dafür sorgt, dass unsere Kunden immer sicher unterwegs sind.“ Denn der falsche Reifenfülldruck sorgt für einen höheren Kraftstoffverbrauch und einen höheren CO2-Ausstoß. Zudem kann sich der Bremsweg verlängern und die Lebensdauer der Reifen deutlich sinken.

Für Kunden von Continental hat das konkrete Vorteile: „Unsere Kunden sollen sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können“, sagt Silke Meier, Leiterin Digital Solutions bei Continental. „Die Software und die Reifenexperten im Fachbetrieb vor Ort kümmern sich um den Rest.“ Selbst wenn ein Lkw nicht täglich an seinen Standort zurückfährt, können die Reifendaten erfasst werden. Die drei Komponenten Reifensensor, Yard Reader und Webportal kommunizieren miteinander, sodass Daten wie Reifenfülldruck und Temperatur vom Messpunkt (Yard Reader) aufgenommen und ins Webportal übertragen werden. 

Fahrer sollen entlastet werden

Der Fuhrparkmanager erhält automatisch eine SMS oder E-Mail, sollte Fülldruck oder Temperatur der Reifen nicht in Ordnung sein. Er kann aktiv werden, bevor es zum Pannenfall kommt. „So behalten unsere Kunden stets den Überblick über ihre Flotte, ohne zeitlichen oder organisatorischen Aufwand“, ergänzt Meier. Der Fahrer muss dafür nicht einmal aussteigen. Die Messstation erfasst den Reifenzustand automatisch beim Zwischenstopp. „Wir wissen, dass die Fahrer unter Zeitdruck stehen, und wollen sie durch unseren Service entlasten“, sagt Vergölst- Fachmann Schuckenböhmer abschließend. Im ersten Schritt werden 18 Nutzfahrzeugcenter von Vergölst mit dem neuen Service ausgestattet. Den Start machte der Standort Hamburg. Langfristig werden alle 80 Standorte an das Yard-Reader-Netzwerk angeschlossen. 

Reifenproduktion in Achen wird geschlossen

Weniger erfrulich ist eine andere aktuelle Meldung von Continental: Der Aufsichtsrat der Continental AG hat die seit Anfang September 2020 bekanntgegebenen, erweiterten Maßnahmen des Programms „Transformation 2019-2029“ bestätigt. Damit solllen die Weichen für eine zukunfts- und wettbewerbsfähige Aufstellung des Reifenbereichs gestellt werden, der sich, wie es heißt, mit weiter steigenden Überkapazitäten in Europa konfrontiert sieht. Vor diesem Hintergrund bestätigte der Aufsichtsrat die Entscheidung des Vorstands, die Produktion im Reifenwerk in Aachen zu Ende 2021 einzustellen. Dies betrifft rund 1.800 der rund 2.000 Arbeitsplätze dort. 

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