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Social Media für Unternehmen: Bleiben Sie austauschbar?

09.12.2020

Serie, Teil 1: Wieso Sie Social Media für Ihr Unternehmen nützen sollten. Experte Gergely Teglasy erklärt, worauf es ankommt. 

Laut einer Studie von Batten & Company halten 64 Prozent der Menschen Marken schlichtweg für austauschbar. Das ist keine gute Nachricht für Ihr Unternehmen. Denn es stellt sich die Frage, wieso Kunden gerade bei Ihnen genau das kaufen sollen, was es andernorts auch – oft zum gleichen Preis und in gleicher Qualität – gibt. Natürlich können Sie Ihre Preise senken oder Ihre Qualität steigern. Aber es sind nicht die Produkte oder Leistungen, die Ihre Kunden langfristig an Sie binden, es sind die persönlichen Beziehungen. Und die Geschichten, die man mit Ihnen und Ihrem Unternehmen verbindet.

Da kommen uns die Verheißung und der Zauber von Social Media gerade recht: Mit wenig Aufwand könne man doch damit Ihr Unternehmen tiefer bei den Usern (also Kunden) verankern. Das sieht zunächst nach einem guten und recht einfachen Plan aus. Auch weil zahlreiche Studien der letzten ­Jahre ­zeigen: je mehr Engagement, je mehr ­Interaktion mit den Social-Media-Auftritten eines ­Unternehmens, desto höher die Kaufbereitschaft. Die Prozente und Euroangaben dieser erhöhten Bereitschaft ­variieren je nach Studie und Branche, doch eines ist ihnen ­allen gemein: Alle zeigen eindeutig und seit ­Jahren nach oben. Kurz: Ein Fan kauft mehr ein. Daher gibt es heute keine Werbekampagne mehr ohne Social Media.

Zu jedem Plakat gibt es einen Aufritt in den sozialen Netzwerken. Hierzulande meint das übrigens meist: eine Facebook-Seite. Und das bezieht sich schon lange nicht mehr nur auf große ­Marken und Unternehmen. Selbst der Frisör an der Ecke meint, dass er mit seinen Facebook-Postings Gratiswerbung bekommt, die sich viral wie ein ­Lauffeuer verbreitet und ihm die Kunden tags darauf die Tür einrennen. Daher verstopfen immer mehr Belanglosigkeiten und plumpe Werbungen die sozialen Kanäle: von den berüchtigten Katzenbildern über iPad-Gewinnspiele bis zur langweiligen Pressemeldung. Sich daraus hervorzuheben ist die Kunst. 

Das kostet Geld und Zeit, klar. Aber wenn Sie ausgetauscht werden, kostet Sie das noch viel mehr. Es geht darum, Geschichten zu erzählen, die Ihre Kunden emotional an Sie binden.
Wenn Sie dies schaffen, dann besteht die Chance, dass Sie nicht austauschbar sind. 
 

Der Autor:

Mag. Gergely Teglasy / TG unterrichtet an der Universität Wien, der FH Wien und der FH Burgenland. Er ist Gewinner des Innovationsawards, berät internationale Organisationen und Unternehmen zur ihrer digitalen Kommunikationsstrategie und schrieb „Zwirbler,“ den 1. Facebook-Roman der Welt.

Autor/in:
Mag. Gergely Teglasy
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