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Social Media für Unternehmen: Kann ich die Algorithmen beeinflussen?

21.09.2021

"Definitiv Jein!", meint Experte Gergely Teglasy mit Augenzwinkern und erklärt, warum. 

Sie wissen, dass die Algorithmen der sozialen Netzwerke bestimmen, wie viele und welche Ihrer Posts von Ihren Followern gesehen werden. Nun stellt sich die Frage, was die Sichtbarkeit Ihrer Posts bestimmt. Es sind die Newsfeed-Algorithmen. Dabei handelt es sich um – von Hunderten Entwicklern, Psychologen und anderen Experten – programmierte künstliche Intelligenz, die darauf achtet, dass für User auf der Startseite relevante Inhalte in der „Nachrichteneinspeisung“ gezeigt werden. Keines der Netzwerke offenbart, welche Faktoren das wie beeinflussen. Facebook meint, es gäbe über 100.000 Faktoren, die bestimmen, was wir sehen. Das soll uns signalisieren: zu viele, um es nachzuvollziehen. Aber einiges wissen wir aus Forschung und Praxis.

Schnelle Reaktion

Interaktion (= Engagement) ist einer der wichtigsten Faktoren. Je mehr User auf Ihre Beiträge reagieren, diese kommentieren und teilen, für desto wichtiger erachtet das Netzwerk diesen Beitrag. Dabei spielt Geschwindigkeit auch eine Rolle: Je schneller das nach dem Posten geschieht, desto öfter wird der Beitrag auch anderen „ausgespielt“. Übrigens ­beträgt die durchschnittliche Engagement-Rate bei Facebook 0,18 %. Das heißt: Von 10.000 Menschen, die Ihren Beitrag sehen, reagieren ganze 18. Die gute Nachricht: Oft ist weniger besser. Wenn Sie weniger als 10.000 Fans haben, steigt der Durchschnitt auf 0,52 %. Auch dies ist ein Grund, keine Follower zu kaufen oder wild drauflos zu sammeln.

Was Sie tun können

Im Leben zählen die Freunde – ebenso in den Social Media. Je mehr Freunde mit einem Beitrag interagieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie ihn auch angezeigt bekommen. Auch der gleiche Ort ­bedeutet erhöhte Sichtbarkeit. Ebenso bestimmen Alter, ­Geschlecht und Interessen (ja, die Netzwerke kennen diese) den Newsfeed. Natürlich zählt auch die Vergangenheit – aus dieser lernen die Netzwerke, welche Seiten und Inhalte für Sie wichtig sind. Wenn Sie also ein Katzenvideo ansehen, weiß Facebook das – und zeigt Ihnen noch mehr Katzenvideos. 

Können wir also unseren Newsfeed beeinflussen? Zwar beschränkt, aber doch. Interagieren Sie (rasch) mit Inhalten, die Sie interessieren und von denen Sie mehr ­sehen wollen. Und ­laden Sie Ihre Mitarbeiter ein, dies mit den Beiträgen Ihres Unternehmens zu tun. 

 

Der Autor:

Mag. Gergely Teglasy / TG unterrichtet an der Universität Wien, der FH Wien und der FH Burgenland. Er ist Gewinner des Innovationsawards, berät internationale Organisationen und Unternehmen zur ihrer digitalen Kommunikationsstrategie und schrieb „Zwirbler,“ den 1. Facebook-Roman der Welt.

Autor/in:
Mag. Gergely Teglasy
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