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Social Media für Unternehmen: Wer die Wahl hat, hat die Qualle

21.09.2021

Experte Gergely Teglasy erklärt, wie Sie Ihre Kanäle mit Bedacht wählen. 

Welche Plattformen sollten Sie für ­Ihren Social-Media-Auftritt wählen? Auf keinen Fall alle. Denn dann ­haben Sie eine Qualle, die zwar ­viele Tentakel hat, aber allesamt sind dünn. Anders gesagt: Jede Plattform verbraucht Zeit, Energie und Geld. Konzentrieren Sie sich besser auf wenige Kanäle, die Sie gekonnt und regelmäßig bespielen.

Facebook hat in Österreich rund fünf Millionen monatliche Nutzer. Diese Zahl nennen wir übrigens MAU (=Monthly Active Users), und auch die folgenden Zahlen beziehen sich auf Menschen, die zumindest einmal im Monat aktiv sind. Insta­gram (gehört auch zum Face­book-Konzern) liegt an zweiter Stelle mit drei Millionen. Und wenn Sie denken, danach folgt schon Twitter, dann liegen Sie falsch. Doch verstehen Sie das nicht als Vorwurf, so geht es den meisten. Denn Twitter hat eine starke Medienpräsenz und wirkt dadurch viel größer, als es ist. Selbst in den Tageszeitungen liest man jeden Tag, wer was getwittert hat. Aber von den lediglich rund 200.000 Twitter-Usern in Österreich sind ca. 85.000 aktiv, lesen also nicht nur mit, sondern setzen selbst auch Tweets (Status­meldungen auf Twitter) ab. Wenn man sich ansieht, in welchen Bereichen diese Aktiven arbeiten, versteht man besser, wieso Twitter so dominant ist: Politik & Medien. Hingegen werden Sie kaum in einer Tageszeitung lesen, dass X heute Y auf Xing oder LinkedIn gepostet hat. Dabei sind die beiden Business-Netzwerke mit 1,5 bzw. 1,6 Millionen Usern wesentlich größer. 

Größe ist nicht alles

Aber wählen Sie nicht nach der Größe. Lassen Sie Recherche und Empathie Ihre Wegweiser sein. Fragen Sie sich (und auch gerne direkt Ihre Kunden): Wo sind meine Kunden unterwegs und aktiv? In den meisten Fällen wird Facebook – schlicht aufgrund der Größe – dabei sein, schließlich nützen zwei von drei erwachsenen Österreicher die weltweit größte Plattform. Vielleicht genügt Ihnen sogar ein Netzwerk, denn ein Social-Media-Auftritt muss betreut werden und Ihre Ressourcen sind nicht unendlich. 

Denken Sie an Texte, ­Fotos, Videos, Stories, ­Beantwortung von Kommentaren und Fragen, Werbeanzeigen und vieles mehr. Das kostet alles Zeit und Know-how.
Sie brauchen also nicht viele Tentakel, es genügt eine – die Ihre Kunden magisch einfängt. 

 

Der Autor:

Mag. Gergely Teglasy / TG unterrichtet an der Universität Wien, der FH Wien und der FH Burgenland. Er ist Gewinner des Innovationsawards, berät internationale Organisationen und Unternehmen zur ihrer digitalen Kommunikationsstrategie und schrieb „Zwirbler,“ den 1. Facebook-Roman der Welt.

Autor/in:
Mag. Gergely Teglasy
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