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Gut versteckt: die Varta AGM-Start- Stop-Batterie in einem Audi Q7 quattro

Start-Stop wird Standard

18.05.2018

Microhybrid-Systeme boomen, da sie in puncto Kosteneffizienz dem Fullhybrid derzeit ebenso überlegen sind wie dem rein elektrischen Antrieb. Batteriehersteller Johnson Controls hat die Zeichen der Zeit erkannt und seine STROMSPEICHER den neuen Anforderungen angepasst.

Christian Rosenkranz, Vizepräsident Start-Stop Engineering bei Johnson Controls.
Marketing Manager Lena Timm und Sales Director Peter Szutta stellen den Truck der Varta Roadshow 2018 vor.

Bereits 90 Prozent aller Neufahrzeuge sind mit Start-Stop-Systemen ausgerüstet“, erklärt Christian Rosenkranz, Vizepräsident für Start-Stop Engineering beim Batteriehersteller Johnson Controls in Hannover. Die Produkte des Spezialisten für Bleisäure-Starterbatterien sind bereits in jedem dritten modernen Pkw zu finden. In der 1938 aus Angst vor Luftangriffen im Bungalow-Stil errichteten Industrieanlage läuft heute die jüngste Generation von Bleisäurebatterien der Hausmarken Varta und Optima vom Band, gleich nebenan ist ein Forschungszentrum für Lithium-Ionen- Batterien eingerichtet. „Die Bleibatterie hat noch eine große Zukunft vor sich“, ist Christian Rosenkranz überzeugt. Auch die rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge würden nicht ohne den klassischen Stromspeicher auskommen, der im Notfall einspringt, wenn das Batteriemanagementsystem den Lithium-Ionenspeicher stilllegt. Bleibatterien lassen sich zudem zu 99 Prozent recyceln, Lithium-Ionen-Batterien derzeit erst zu zwei bis fünf Prozent, in Zukunft dank optimierter Prozesse voraussichtlich zu maximal 50 Prozent. So entwickelt Johnson Controls die klassische Bleisäuretechnologie in puncto Effizienz und Gewicht laufend weiter. „Wir bringen demnächst die nächste Generation an AGM-Start-Stop-Batterien auf den Markt, die leichter sind und sich schneller durch Rekuperation laden lassen“, erklärt Rosenkranz.

KOMPLEXER BATTERIEWECHSEL

Da im modernen Pkw bis zu 50 Steuergeräte und 150 elektrische Verbraucher verbaut sind, müssen die Stromspeicher heute deutlich mehr leisten als noch um die Jahrtausendwende. So sind in Premiumfahrzeugen meist schon zwei Batterien untergebracht, die selbst für erfahrene Werkstattmitarbeiter nicht auf den ersten Blick zu finden sind. Für eine reibungslose Start-Stop-Funktion ist die AGM-Batterie (Absorbent Glass Mat, Anm.) am besten geeignet, da sie eine starke Startleistung mit hoher Zyklenfestigkeit kombiniert. Johnson Controls ist es daher ein Anliegen, dass in Werkstätten AGM-Batterien tatsächlich nur gegen AGMBatterien und nicht etwa gegen kostengünstigere Nass- oder EFB-Batterien (Enhanced Flooded Batteries, Anm.) ausgetauscht werden. In Fahrzeugen mit AGM-Technologie ist die Batterie über ein Batterie- Management-System (BMS) und einen intelligenten Batteriesensor (IBS)mit der Bordelektronik des Fahrzeugs verbunden. Bei einem Wechsel muss sie in das System integriert und mit dem BMS/ IBS gekoppelt werden. „Ohne die richtigen Geräte und ohne Anmeldung der Batterie im System können Fehlermeldungen aufleuchten, die Batterie nicht richtig geladen werden oder das Fahrzeug gar nicht erst starten“, erklärt Stefan Nolte, der als Testingenieur im Batterielabor von Johnson Controls arbeitet.

ROADSHOW AN SECHS STATIONEN

Bis 2020 werden mehr als 30 Prozent aller Fahrzeuge, die in eine Werkstatt gebracht werden, mit einem Start-Stopp-System ausgestattet sein“ gibt Ulrich Eich, Vizepräsident für Sales Aftermarket bei Johnson Controls, zu bedenken. „Wir wollen die Werkstätten daher dabei unterstützen, sich auf den Wandel vorzubereiten und haben dafür ein spezielles Trainingskonzept entwickelt“, erklärt Eich. Im Rahmen einer „VartaTruck Roadshow“ zieht ab sofort ein spektakulär gestalteter Lkw durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und wird hierzulande zwischen 13. und 24. August in Innsbruck, Klagenfurt, Leonding bei Linz, Perchtoldsdorf, Wien und Graz Station machen. Details unter www.super-checker.de

Autor/in:
Peter Seipel
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