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Startschuss für E-Auto-Prämie

06.12.2016

Ausgeschüttet werden 72 Millionen Euro. Insgesamt 16.000 zusätzliche Elektrofahrzeuge soll dieses Maßnahmenpaket auf Österreichs Straßen bringen.

Jörg Leichtfried, Andrä Rupprechter und Günther Kerle mit dem  72-Millionen-Fördertopf.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Umwelt­minister Andrä Rupprechter und Importeurssprecher Günther Kerle präsentierten das Förderungspaket im technischen Museum in Wien, das zu je einem Drittel von den beiden Ministerien und von den Automobilimporteuren finanziert wird. Ab März 2017 – Stichtag der Gültigkeit ist bereits der 1. Jänner 2017 – stehen die Ankaufsprämien für E-Fahrzeuge ­österreichweit zur Verfügung. 

Was wird genau gefördert? 

Es wird der Kauf von Privatfahrzeugen mit Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb mit 4.000 Euro, der von Plug-in-Hybridne mit 1.500 Euro gefördert. Unterstützt werden Unternehmen, Vereine und Gebietskörperschaften beim Ankauf von E-Fahrzeugen mit 3.000 Euro für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb sowie 1.500 Euro für Plug-in-Hybride. Für die Ankaufsförderungen von Elektrofahrzeugen stehen von den 72 Millionen Euro 48 Millionen zur Verfügung. Fünf Millionen sind für die Kaufprämien von Elektro-Zweirädern und leichten Nutzfahrzeugen reserviert. Für Elektrofahrräder und E-Mopeds gibt’s 375 Euro. Der Bau von öffentlich zugänglichen Schnellladestationen wird ab 2017 mit 10.000 Euro pro Ladestation gefördert. Was sich noch ändert: Rein elektrisch betriebene Pkw erhalten ab April 2017 ein neues, in Grün gehaltenes Kennzeichen. Das Verkehrsministerium plant eine Novelle der Straßenverkehrsordnung, die es Städten und Kommunen ermöglichen soll, Ausnahmen vom Park- und Halteverbot für E-Fahrzeuge während des Ladens zu fixieren. Welche Vorteile letztlich schlagend werden, ist noch nicht zur Gänze ausverhandelt. Gedacht wird an Gratisparken, Nutzung der Busspur und die Erweiterung von Lieferzonen und Lieferzeiten.

„Österreich elektrofit“

„Das Zeitalter der Elektroautos ist angebrochen.“ Davon ist Verkehrsminister Jörg Leichtfried überzeugt. „Mit unserem Paket in Höhe von 72 Millionen Euro machen wir Österreich elektrofit“, so Leichtfried. „Die Elektromobilität ist neben dem automatisierten Fahren eines der großen Zukunftsthemen der Automobilindustrie“, sagt Importeurssprecher Günther Kerle. Der sich freut, dass „nun auch die Politik“ gemeinsam mit der Automobilindustrie „ein klares Zeichen dafür setzt, dass man gemeinsam hinter diesen neuen Technologien steht und die Elektromobilität vorantreiben möchte“, so Kerle. „Seit zehn Jahren fördert mein Ressort die E-Mobilität in Österreich. Mit dem großen Förderungspaket bringen wir 16.000 E-Autos auf die Straße und die E-Mobilität damit in Fahrt. Damit sind wir einen wichtigen Schritt weiter in der Umsetzung des Pariser Weltklimaabkommens“, erläutert Umwelt­minister Andrä Rupprechter. Zurzeit befinden sich zirka 8.600 Stromer im Bestand. Heuer sollen 4.600 zugelassen werden. Von den 200.000 Elektroautos auf Österreichs Straßen bis zum Jahr 2020 – dieses Ziel hatte Ex-Verkehrsminister Nikolaus Berlakovich vor sechs Jahren proklamiert – ist man indessen meilenweit entfernt.
 

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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