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Total überzeugt persönlich

11.04.2019

Das Leben als Schmierstoff-Außendienstler ist kein leichtes. Wir haben AUGUST STAREK von Total Austria einen Arbeitstag lang begleitet. Die Erkenntnis: Es menschelt stark im Ölgeschäft.

Okay, sind wir mal ehrlich: Öl, Außendienst, Geld – jegliches Wortspiel mit „schmierig“ läge auf der Hand. Wir können uns das aber sparen, da August „Gustl“ Starek kein schmieriger Typ ist. Eher das komplette Gegenteil: ein junges, freundliches Gesicht, ein sympathisches Auftreten, kein Checker, kein Blender, sondern der nette Kerl aus dem Sportverein, mit dem man schon öfters nach der Tennisrunde noch ein Bier an der Bar getrunken hat. Gustl ist mittlerweile schon lange Teil der heimischen Automobilbranche. Gelernt hat er Mechaniker auf Opel, war bei der Eurotax, bei Willhaben, und jetzt verkauft er Öl im Auftrag von Total. Oder anders: Er weiß ganz genau, wie die Branche tickt.

ÖL UND E-AUTOS

Stareks Gebiet (Wien, Teile NÖ) ist nicht klein. Heute sind wir im Bezirk Mistelbach unterwegs, ungefähr 30 Kilometer nördlich von Wien. Eine Gegend, die durch den Ausbau der Nordautobahn (A5) aufblüht. Wein und Landwirtschaft hat es hier immer schon gegeben. Doch nun zieht es auch Städter und Unternehmer ins Weinviertel. Gut für die regionalen Autohäuser, wie Thomas Polke, Renault- und Dacia-Autohausbesitzer und E-Auto-Fan, weiß: „Wir erleben einen Aufschwung. Das merken wir auch an unseren Kunden. Und an den Gehaltszetteln, die bei Finanzierungen vorgelegt werden.“ Aber passen E-Mobilität und Motoröl überhaupt zusammen? „Doch, doch. Noch ist das E-Auto nicht für jedermann praxistauglich. Wobei unsere Region hier fast ideal ist für E-Autos: eben, kaum eisige Winter, Wien-Nähe, und viele haben ein Haus mit Garage zum einfachen Laden“, sagt Polke. Seit 2013 ist der Unternehmer zufriedener Total-Kunde. „Total bzw. Elf liefert für meine Marken das Werks-Öl. Das versteht auch der Kunde. Da wird auch nicht nach dem Ölpreis gefragt. Es stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis für alle Parteien“, lächelt Polke, der keinen Hehl daraus macht, dass der gute Kontakt zu Starek kein Nachteil ist, wenn man miteinander Geschäfte macht. Partnerschaft darf ruhig auch Freundschaft sein. Aber am Öl hat der Unternehmer noch einen ordentlichen Aufschlag. Der fehlt doch beim E-Auto, oder? „Natürlich ist das Aftersales-Geschäft mit E-Autos noch brutaler. Aber bei uns gilt: Jede Dienstleistung muss bezahlt werden. Und beim E-Auto muss man halt kein Öl tauschen, sondern vielleicht die Software aktualisieren. Das kann auch Ertrag bringen.“

„Und: Gustl quält nicht. Das ist viel wert. “ THOMAS HEILINGER, VERKAUFSBERATER AUTOHAUS SCHWEINBERGER

KLINKENPUTZEN

Es geht zackig weiter. August Starek hat einen vollen Terminkalender, es gilt sowohl Bestandsals auch potenzielle Neukunden zu besuchen. Wir machen Halt in Loidesthal beim Autohaus Ganselmaier. Ein wenig Smalltalk, Kundenpflege, es geht weiter. In Zistersdorf, nur wenige Fahrminuten entfernt, gibt es gleich zwei Stopps. Zufahrt auf ein dem Anschein nach verlassenes, kleines Industriegelände. In der zweiten Hallenreihe werkt Kfz-Meister Reinhard Karl Popp in seiner freien Werkstätte. Gustl tritt auf, Meister Popp kann nur kurz plaudern, es gibt viel zu tun. Der Schmäh rennt, eine kleine Bestellung wird nebenbei aufgenommen. Und schon wieder im Auto. Wir rollen Richtung Zistersdorf-Zentrum, Stopp. Autohaus Schweinberger, Mazda-Händler. Für Starek als Total- Mann praktisch ein Heimspiel. Rundum sieht man die Total-Logos, selbst auf den Kennzeichenhaltern der neuen und gebrauchten Mazda-Modelle. Total ist offizieller Schmierstoffpartner der japanischen Marke. Starek ist schnell im Gespräch mit Geschäftsleiter Rupert Mandl und Verkaufsberater Thomas Heilinger. Es passt alles, auch hier gibt es zwei kleine Bestellungen, die gleich aufgenommen werden. Wir fragen bei Heilinger nach, wie wichtig Betreuung im Ölgeschäft ist: „Definitiv sehr wichtig. Es geht nicht darum, seinen Ansprechpartner täglich zu sehen, aber eine gewisse Regelmäßigkeit ist gut für die Kundenbindung – es redet sich einfach leichter. Und: Gustl quält nicht. Das ist viel wert.“ Der neue Mazda3 wird noch rasch begutachtet und schon sitzen wir wieder im Auto.

FAHRRÄDER UND AUTOS

Zügig geht es Richtung Wien, genauer Pillichsdorf, wo uns Erich Wenko, Geschäftsführer von Auto Wenko erwartet. Das Geschäftslokal ist eine Rarität, ein altes Gasthaus, das zum Toyota-Geschäft umfunktioniert wurde. Ein echter Hingucker. Wenko selbst darf man als echtes „Original“ bezeichnen. Der Autohaus-Inhaber spricht total offen über die schwierige Phase bei Toyota und wie er nun mit Fahrrädern und E-Bikes neue Geschäftsfelder erkundet. „Weil, wissen Sie, da verdien ich wenigstens noch etwas. Bei einem Toyota Hilux hab ich praktisch keine Spanne mehr“, sagt Wenko mit einem ironischen Lächeln. Warum er Total-Schmierstoffe hat? „Wenn die im Le-Mans-Toyota Total-Öle fahren, dann werden die für einen Yaris wohl auch reichen, oder?“, witzelt Wenko, in dessen Büro mehrere Le-Mans-Plakate hängen. Einen Tag die Woche arbeitet Wenko als Berufschullehrer in Wien. Seit 2015 ist er Total-Partner. Einen klassischen Ölvertrag hat Wenko nicht: „Wissen Sie, ich bin da ein bisschen oldschool. Wir haben einen Handschlag, auf hohem Niveau, das reicht mir.“

FINALE GRANDE

Der letzte Kundenbesuch von Starek ist im Autohaus Schallgruber in Stockerau. Roland Schallgruber, Geschäftsführer des Kia- und Mazda-Betriebs, erklärt die knapp fünfjährige Zusammenarbeit: „Ich gebe es zu, wir waren seit unserem Vater immer schon Castrol-Kunden. Doch irgendwann hat dort der Außendienst gewechselt und die Verbissenheit von Total hat mich überzeugt.“ Es kam zur Kooperation im großen Stil. Seit über 35 Jahren ist man Mazda-Händler, das Autohaus hat einen etablierten, guten Namen. Für Starek ein wichtiger Kunde. Für Schallgruber eine gute Kooperation: „Ich sag es ganz ehrlich: Es ist fair, es ist ehrlich, es ist eine leiwande Zusammenarbeit. Die persönliche Wertschätzung stimmt auch. So soll es sein.“ So endet ein anstrengender Tag für Gustl Starek mit frischen Aufträgen und dem guten Gewissen, seine Kunden einmal mehr überzeugt zu haben.

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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