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Toyota Yaris Hybrid: Spaß und Vernunft

27.09.2018

Toyota hat seine vor sechs Jahren eingeführte Hybrid-Version des Yaris überarbeitet. Die bewährte Technik wurde belassen, die Optik kräftig aufgefrischt.

Fühlen: Wow- das Blechkleid in Pearlrot metallic kombiniert mit dem Dach in Mica-Schwarz sorgen für einen echt schicken Auftritt am Stadtboulevard. Beim Einsteigen – tja, Geschmackssache – die leuchtend roten Applikationen an Sitzen, Türverkleidungen und Armaturenbrett stimmen wohl manche fröhlich, während sie andere mit ihrer aufdringlichen Poppigkeit nerven. Die guten ergonomischen Sitze, das griffige Lenkrad und die übersichtliche Schalter- und Knopflandschaft geben keinen Anlass zur Kritik, im Gegenteil. Besonders erfreulich: die serienmäßig gute Rückfahrkamera und das gekühlte Handschuhfach. 

Fahren: Lautlos elektrisches Anfahren, dezentes Dazuschalten des Benziners, harmonisches Zusammenspiel im Stadtverkehr – Cruisen mit gutem Gewissen ist die Domäne des Yaris Hybrid. Auf Landstraßen und Autobahnen merkt man schnell, dass der Hybrid nicht auf Rasanz ausgelegt ist. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in knapp 12 Sekunden geht zwar in Ordnung, doch der Gummibandeffekt des E-CVT-Getriebes und das laute Aufheulen des Benziners beim Kickdown trüben das Vergnügen.

Laden: Geschickt hat es Toyota verstanden, die 20 Zellen große Nickelmetallhydrid-Batterie im Yaris so zu verstecken, dass ein klassenübliches Kofferraumvolumen von 286 bis 768 Liter ohne störende Stufen zur Verfügung steht. Im Fond finden zwei Erwachsene ausreichend Knie- und Kopffreiheit vor, zu dritt wird es allerdings bald ungemütlich.

Fazit: Der Hybrid-Effekt macht vor allem im Stadtverkehr Spaß und bringt auch hier gegenüber dem Benzinbruder des Yaris den größten Verbrauchsvorteil. Dieser schmilzt jedoch im Überlandverkehr schnell dahin, was in der Natur des Hybridantriebs liegt. Das optische Facelift ist jedenfalls äußerlich durchaus gelungen, während man beim Interieur der Style-Variante nach meinem Geschmack etwas zu tief in den Farbtopf gegriffen hat.

Motor: 
1,5 Liter Reihenvierzylinder Benziner plus Drehstrom-Synchronmotor, kontinuierlich variables E-CVT Getriebe, Frontantrieb
Leistung: 
54 kW / 73 PS (Benzinmotor) plus 45 kW / 60 PS (E-Motor), max. Systemleistung: 74 kW / 100 PS, max. Drehmoment 111 Nm von 3.600 bis 4.400 U/min
Testverbrauch: 
4,9 l Benzin / 100 km
Preis: 
ab 20.570,- Euro *
* Ausstattung „Style“ mit 5 Türen, schwarzem Dach, farbigen Designelementen im Cockpit, 16-Zoll Leichtmetallfelgen,2-Zonen Klimaautomatik, LED Tagfahrlicht und Heckleuchten, Tempomat, Lederlenkrad
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Autor/in:
Peter Seipel
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