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Innovativer pyrotechnischer Gleichspannungsschalter

TU Wien beugt Kurzschlüssen vor

14.11.2018

Bei Unfällen kann es an der Batterie von Elektroautos zu Kurzschlüssen kommen. Von der TU Wien und Hirtenberger Automotive Safety wurde dieses Problem nun für hohe Kurzschlussströme gelöst.

Die Reichweiten von Elektrofahrzeugen werden immer größer, dafür braucht man Batterien mit immer größerer Kapazität. Dadurch steigt auch die Gefahr von folgenschweren Kurzschlüssen bei einem Unfall. In einer Kooperation der TU Wien und der Firma Hirtenberger Automotive Safety wurde nun ein pyrotechnischer Gleichspannungsschalter entwickelt, der hohe Fehlerströme in extrem kurzer Zeit unterbrechen kann, um die Bildung gefährlicher Lichtbögen zu verhindern. Die Serienproduktion für das neue Bauteil ist bereits angelaufen. „Lithium-Ionen-Speicher haben sehr niedrige Innenwiderstände“, sagt Günther Brauner vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Anlagen der TU Wien. „Das ist grundsätzlich positiv, weil dadurch die Stromwärmeverluste niedrig sind.“ Das Problem: Bei einem Crash können im Akkumulator sehr hohe Kurzschlussströme entstehen. Die Gefahr kann jedoch durch einen pyrotechnische Gleichspannungsschalter gebannt werden. Sobald ein Fehler auftritt, wird eine pyrotechnische Zündpille ausgelöst, die blitzschnell Gas erzeugt. Dieses Gas treibt einen Stempel an, der die elektrische Leitung unterbricht und gleichzeitig den entstehenden Lichtbogen löscht.

Autor/in:
Peter Seipel
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