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Komplexer Aufbau eines Turboladers mit variabler Turbinengeometrie für einen aktuellen Audi 3,0-Liter-V6- Turbodieselmotor

Turbotwins: Das Original bleibt unerreicht

22.02.2018

Die Turbo Twins, Österreichs größter Spezialist für TURBOLADER aller Fabrikate, wissen aus Erfahrung, dass die Reparatur eines Turboladers in puncto Zuverlässigkeit nicht mit einem Original-Ersatzteil mithalten kann.

Walter Müllberger, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Manfred die Geschäfte des traditionsreichen Unternehmens Turbo Twins in Wien-Simmering führt, sammelt seit nunmehr 25 Jahren Erfahrungen sowohl mit dem Austausch als auch mit der Reparatur von Marken-Turboladern. „Seit einigen Jahren konzentrieren wir uns im Pkw- Bereich auf den Handel mit Original-Ersatzteilen, da die Zuverlässigkeit sogenannter regenerierter Turbolader damit einfach nicht mithalten kann“, meint Müllberger und setzt fort: „Billigangebote von Austauschturboladern, die auf den ersten Blick verlockend günstig erscheinen, entpuppen sich im Nachhinein oft als teurer Fehlkauf.“

SENSIBLES GLEICHGEWICHT

Turbolader werden genau passend zum jeweiligen Motor und nach den Vorgaben der Motorenund Kraftfahrzeughersteller entwickelt und gefertigt. Die komplexen Aggregate sind vom Werk aus auf Höchstleistung getrimmt und im Laufe der Entwicklung immer weiter optimiert worden. Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten eines modernen Turboladers funktioniert so perfekt, dass nach einem Austausch einzelner Bestandteile das sensible Gleichgewicht nicht mehr zu 100 Prozent wiederhergestellt werden kann. Die Folge: Die Hersteller bieten für die meisten modernen Turbolader keine Ersatzteile mehr an, sondern empfehlen im Schadensfall den Austausch des kompletten Aggregates. „Unsere Erfahrung zeigt, dass tatsächlich nur die Originalersatzteile die erforderliche Materialqualität und Fertigungstoleranzen für einen reibungslosen Betrieb aufweisen“, sagen die Turbo Twins. Doch da Originalersatzteile im Vergleich mit regenerierten Aggregaten naturgemäß teurer sind, stoßen in die vermeintliche Marktlücke nun Billiganbieter vor, die Gebrauchtund Nachbauteile vorwiegend aus fernöstlicher Produktion anbieten. „Diese Teile entsprechen keinesfalls den Anforderungen für eine ordnungsgemäße Reparatur“, warnt Walter Müllberger. So sei beispielsweise eine Wiederverwendung von hoch belasteten Teilen wie Turbinenwellen oder Verdichterrädern schon aus Gründen der Materialermüdung nicht zulässig.

TEURE FOLGEN

Da die Nachbauten konstruktiv nicht identisch mit originalen Turboladern sind und die Toleranzen bei der Fertigung nicht eingehalten werden können, ist die Folge meist ein Anstieg des Verbrauchs und der Emissionen eines Fahrzeugs. Unsauber gefertigte oder instandgesetzte Turbolader haben ein Absinken der Motorleistung zur Folge, im schlimmsten Fall droht gar die Gefahr eines Motorschadens. „Für Werkstätten bedeutet die Verwendung von sogenannten Austauschturboladern ein hohes Risiko, auch wenn der Kunde schriftlich eine Haftung der Werkstätte ausschließt“, warnen die Turbo Twins. Denn bei eventuellen Schadensersatzforderungen werde vor Gericht fast immer gegen den Betrieb entschieden, da die Fachwerkstatt in der Lage sein muss, den Unterschied in der Qualität vor dem Einbau festzustellen. Fazit Walter Müllberger: „Zu einem neuen Erstausrüster-Originalturbolader gibt es keine Alternative. Reparaturen führen wir nur dann durch, wenn ein Turboladerhersteller auch Originalersatzteile anbietet.“ Doch dies kommt heute nur noch bei Traktoren, Schiffen, Stationärmotoren oder älteren Pkw-Turboladern vor.

Autor/in:
Peter Seipel
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