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Unternehmertag mit Obereder

19.12.2018

Unter dem Motto „Sind Sie sicher?“ ging in Strobl am Wolfgangsee der UNTERNEHMERTAG von Obereder/Castrol über die Bühne. Wertvolle Tipps standen auf dem Programm.

Moderator Michael Holub, Wolfgang Fuchs (Siscon Unternehmensberatung) und DSGVOExperte Rupert Ofer.
Diane Freiberger (FH-Vizerektorin Leiterin Programm-Management Weiterbildung an der Fachhochschule Kufstein) und Mario Situm (Professor an der FH Kufstein).

Gleich der Auftaktsvortrag war überaus spannend. Rupert Ofer vom Karosserie- und Lackierbetrieb Ofer GmbH in Feldkirchen ist außerdem DSGVO-Experte in der WKO und berichtete von Erkenntnissen und Erfahrungen rund um die Datenschutz-Grundverordnung.

„Jede Krise ist eine Chance, weil sie uns zwingt, etwas zu tun.“ WOLFGANG FUCHS, SISCON UNTERNEHMENSBERATUNG

Seine Empfehlung: In jedem Unternehmen sollte es einen Mitarbeiter geben, der sich penibel damit auseinandersetzt. „Das Problem in puncto DSGVO ist einstweilen noch: Wir haben keine Judikatur. Sprich: Wir wissen nicht, wie Gerichte entscheiden werden“, so Ofer. Wolfgang Fuchs, geschäftsführender Gesellschafter der Siscon Unternehmensberatung, sprach über die diversen Arten von Unternehmenskrisen (strategische und interne Krisen, Ertrags- und Liquiditätskrisen) und warnte: „Je länger man sich mit Gegenmaßnahmen Zeit lässt, wenn einmal der Hut brennt, desto größer wird der Handlungsdruck und desto enger der Spielraum.“ Äußerst interessant Fuchs’ statistische Ausführungen zum Thema „Insolvenz-Ursachen“. Demnach ergibt sich folgende Zusammensetzung: 47 Prozent innerbetriebliche Ursachen, 15 Prozent Fahrlässigkeit des Managements, 14 Prozent Kapitalmangel (im Sinne einer falschen Finanzierungsstruktur); lediglich 24 Prozent ist auf externe Ursachen zurückzuführen. Das bedeute, so Fuchs, dass fast 80 Prozent des Geschäftserfolges in der eigenen Hand lägen und also beeinflussbar seien. Und: „Jede Krise ist eine Chance, weil sie uns zwingt, etwas zu tun.“

FIT FÜR DIE DIGITALISIERUNG

Zirka 75 Prozent der Autohauskunden nutzen digitale Dienste. Aber wie digital-fit sind unsere Autohausbetreiber? Mario Situm, Professor am Institut für grenzüberschreitende Restrukturierung an der FH Kufstein, präsentierte dazu eine Studie, die die FH aktuell durchgeführt hat. Demnach bezeichneten 49,21 % der Befragten ihre digitale Kompetenz als „eher hoch“ und 14,29 % sogar als „sehr hoch“. Andererseits gaben 64 Prozent an, dass sie „keine Digitalisierungsstrategie“ hätt en. Ein Widerspruch, so Situm. Das mit Abstand am häufi gsten genutzte Instrument sei die Website. Etablierte Instrumente des digitalen Marketings wie etwa Social Media würden freilich gar nicht oder äußerst wenig genutzt. Mario Situm bringt es auf den Punkt: „Kunden informieren sich über ein Produkt im Internet, nicht im Autohaus.“ Was den Professor selbst wundert: „Bei der Verbesserung der Kundenzufriedenheit und in puncto Effi zienz sehen Autohausbetreiber Chancen in der Digitalisierung. Nicht aber in Bezug auf Verbesserung der Qualität oder besserer Transparenz der Abläufe.“ Situm plädiert als Conclusio für eine „Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie und der Prüfung des bestehenden Geschäft smodells unter Einbeziehung von Experten.“

NEUE ARBEITSWELTEN

Diane Freiberger, Vizedirektorin FH Kufstein, präsentierte drei Trends, derer sich jeder Unternehmer bewusst sein müsse:

▶ Wissenskultur (Wissen verdopple sich alle acht Jahre)

▶ Mobility (Menschen seien täglich unterwegs)

▶ Globalisierung (Gesellschaft und Kultur seien integriert in einem globalen Netzwerk von Handel und Kommunikation).

Diane Freiberger verwies im Besonderen auf „verändertes Kundenverhalten“. Augmented und Virtual Reality würden unentwegt an Bedeutung gewinnen. Bei immer mehr Endverbrauchern würde abgesehen davon der Gebrauch von Gegenständen wichtiger werden als deren Besitz. Beispielsweise Car Sharing. Zum Thema „Recruiting von Fachkräften“ sagte Freiberger: „Das Bessere ist der Feind des Guten.“ Die gezielte Suche dürfe nicht mehr eindimensional erfolgen. Es reiche nicht mehr, eine Anzeige in einem Bezirksblatt zu schalten.

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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