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Verantwortung zählt

11.06.2014
von Sandra Knopp

Imagegewinn, Kundenbindung und motivierte Mitarbeiter dank „Corporate Social Responsibility" – gezielt eingesetzte CSR-Maßnahmen bringen auch kleinen und mittelgroßen Unternehmen viele Vorteile.

Christian Clerici als „Zom_Be“ wir in der gleichnamigen Fotoausstellung von 21. – 31. Oktober 2014 in der Galerie Kandinsky, Lerchenfelderstraße 13, 1070 Wien, zu sehen sein. www.rembrand.at

Senkt Ihre Firma CO2-Ausstoß und Energieverbrauch- und spart dadurch Geld? Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter gezielt bei der Aus- und Weiterbildung? Pflegen Sie einen fairen Umgang mit Lieferanten und Geschäftspartnern? Wenn ja, dann sind Sie am besten Weg zum verantwortungsvollen Unternehmertum, kurz zu einer gelungenen CSR-Strategie. Hinter diesen drei Lettern verbirgt sich das Managementinstrument Corporate Social Responsibility, das als „Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft" definiert ist. War CSR einst vorwiegend die Domäne von Großunternehmen, ist das Thema nun auch für Klein- und Mittelständler interessant. Dabei haben KMU den Vorteil, dass sie flexibler, menschlicher und schneller als Großunternehmen auf Änderungen reagieren können.

Damit das klappt, muss CSR Chefsache sein. Am Anfang des CSR-Prozesses steht laut Gabriele Faber-Wiener, Co-Gründerin des „Centers for Responsible Management", eine eingehende Unternehmensanalyse. Jeder CSR-Prozess braucht den kritischen Blick von außen, also den Dialog mit jenen Anspruchsgruppen, die direkt oder indirekt mit dem Betrieb verbunden sind. Darunter fallen etwa Kunden, Anrainer und Lieferanten. „Es geht darum, ihre Erwartungen zu kennen, deren legitime Interessen und Rechte zu berücksichtigen und sich mit etwaigen Problemen auseinanderzusetzen", sagt Barbara Coudenhove-Kalergi, Co-Gründerin des Center for Responsible Management. Das kann etwa durch Kundenbefragungen und Beschwerdemanagement erreicht werden.

Fokus auf Kostensenkung

Wie eine Untersuchung der KMU-Forschung Austria zeigte, erwarten sich rund zwei Drittel der befragten Familienbetriebe, mit CSR Kosten zu senken. Etwa durch den effizienteren Einsatz von Rohstoffen und Energie. Positives Image, Markenbekanntheit und enge Kundenbindung sind weitere Vorteile, die mit nachhaltigem Wirtschaften verbunden werden. Denn diese Managementstrategie gilt oft auch als Geheimwaffe im „Kampf um die besten Talente". Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels vor allem in strukturschwachen Regionen ein Argument. Wenig verwunderlich also, dass rund drei Viertel der heimischen Unternehmen die Mitarbeiter in den CSR-Fokus stellen. Darunter fallen Maßnahmen wie Unternehmensbeteiligung, Gesundheitsvorsorge sowie Sport- und Freizeitaktivitäten. Zu einer umfassenden CSR-Strategie gehört aber auch, die eigene Marktposition zu bestimmen, Auswirkungen, Chancen und Hemmnisse zu definieren und festzustellen, welche Werte für das Unternehmen essenziell sind. Auskunft über die CSR-Performance gibt unter anderem die Analyse von Mitarbeiterfluktuation und Krankenstandtagen sowie vom Rohstoffverbrauch und der Kundenzufriedenheit – der wohl wichtigsten Kennzahl eines nachhaltig wirtschaftenden Unternehmens.

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