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Die am Fraunhofer Institut entwickelte Powerpaste basiert auf leicht verfügbarem Magnesiumpulver

Wasserstoff aus der Tube

25.02.2021

Die am Fraunhofer-Institut in Dresden entwickelte „Powerpaste“ könnte der Entwicklung von Wasserstoff-Fahrzeugen einen wahren Turboschub bescheren.

Bisher wird gasförmiger Wasserstoff mit 700-fachem Atmosphärendruck in die Drucktanks von Brennstoffzellen-Fahrzeugen gepresst. Die Powerpaste dagegen besteht vor allem aus pulverförmigem Magnesium, das als eines der häufigsten Elemente ein leicht verfügbarer Rohstoff ist. Um das Fahrzeug anzutreiben, befördert ein Stempel die Powerpaste aus einer Kartusche in einen Behälter, in den gleichzeitig Wasser aus einem Wassertank geleitet wird.

Hohe Energiespeicherdichte 

Resultat der Reaktion: gasförmiger Wasserstoff. Der Clou: Nur die Hälfte davon stammt aus der Powerpaste, die andere Hälfe liefert das Wasser zu. „Die Energiespeicherdichte der Powerpaste ist wesentlich höher als bei einem 700 bar-Drucktank und verglichen mit Batterien sogar zehnmal größer“, freut sich Marcus Vogt, Wissenschaftler am Fraunhofer IFAM.

Ein Fahrzeug erreicht daher mit Powerpaste eine ähnliche Reichweite wie mit der gleichen Menge Benzin. Nun wird am Fraunhofer-Projektzentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS eine Produktionsanlage errichtet. Diese soll Ende 2021 in Betrieb gehen und dann bis zu vier Tonnen Wasserstoffpaste pro Jahr produzieren. 

Autor/in:
Peter Seipel
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