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Wie vermarkten?

23.03.2017

Nachdem sich die Rohstoffpreise um zirka 20 Prozent erhöht haben, erhöht nun die Industrie ihrerseits die Preise um durchschnittlich acht Prozent.

T homas Körpert, GF von Apollo Vredestein, bringt es im Gespräch mit der KFZ Wirtschaft auf den Punkt: „Das Geheimnis für den Handel wird in der Vermarktung liegen, nicht im Einkaufspreis.“ Tatsächlich ist die Marge relevant und nicht der Einkaufspreis. Die Reifenindustrie erhöht nun aufgrund steigender Rohstoffpreise ihrerseits die Preise um durchschnittlich acht Prozent. Die Kernfrage ist und bleibt, wie der Reifenfachhandel das sogenannte Low-Interest-Product Reifen optimal vermarkten kann. Denn eines muss uns in jedem Fall bewusst sein: Das Autohaus, das immer mehr und zuweilen geradezu aggressiv auf den Reifen als Frequenzbringer setzt, nimmt dem Reifenfachhandel das Geschäft nicht mit niedrigen Preisen weg, denn salopp gesagt: Im Autohaus ist nichts billig.

Wie also soll der Handel den Reifen vermarkten? Da gibt’s die eine Meinung, dass der Reifenkauf zum „Erlebnis“ werden müsse (Christian Mielacher, Pirelli Director Austria, SLO, HR). Und die andere, die Apollo-Vredestein-GF Körpert vertritt, wonach die meisten Endkunden weder an einem guten Kaffee noch an einem „chilligen“ Shop interessiert sind, sondern schlicht daran, den besten Reifen zum besten Preis zu bekommen. Wie denken Sie darüber? Schreiben Sie mir unter w.bauer@wirtschaftsverlag.at

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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