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Wiener Städtische-Analyse: Österreicher fahren PS-schwächere Motorräder

12.04.2018

Wie eine Analyse der Wiener Städtischen Versicherung zeigt, fahren Österreicher Motorräder mit deutlich weniger PS als noch vor zehn Jahren. Die stärksten Bikes fahren die Vorarlberger und Steirer, Schlusslicht sind die Oberösterreicher.

Doris Wendler, Vorstandsdirektorin Wiener Städtische

„Der Trend geht in den vergangenen zehn Jahren ganz klar in Richtung schwächerer Motorisierung. Dabei ist ein Rückgang von mehr als zehn Prozent bei Männern und ein Rückgang von mehr als 26 Prozent bei Frauen feststellbar“, erklärt Wiener Städtische-Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Fuhren Männer im Jahr 2008 noch Motorräder mit durchschnittlich 61,8 PS, so waren es 2017 nur noch 53,2 PS. Bei Frauen ist der Rückgang noch markanter: Der PS-Durchschnitt fiel von 50 auf 36,9 PS.

Motorradfahren ist und bleibt eine Männer-Domäne. Mehr als 86 Prozent aller bei der Wiener Städtischen versicherten Motorräder sind auf Männer zugelassen, so die Analyse der Wiener Städtischen. Erhebliche Unterschiede gibt es im Österreich-Vergleich: Spitzenreiter ist sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Vorarlberg. Männer aus dem westlichsten Bundesland Österreichs besitzen Motorräder mit durchschnittlich 60,8 PS, Vorarlberger Frauen mit durchschnittlich 44,5 PS, gefolgt von der Steiermark und dem Burgenland, Schlusslichter sind Wien, Kärnten und Oberösterreich. Ein weiterer Trend, der sich klar abzeichnet: Die Motorradfahrer werden immer älter. Die Altersgruppe der 16- bis 45-jährigen nahm ab, während das Segment der 46- bis 65-jährigen deutlich anstieg.

Schadens-Hotspot Wien: Das gefährlichste Pflaster hinsichtlich der Schadenshäufigkeit ist Wien. Knapp jeder dritte Motorrad-Schaden wird in der Bundeshauptstadt verzeichnet. Dahinter folgt Niederösterreich, wo mehr als 15 Prozent aller Motorrad-Unfälle passieren. Schlusslicht bei den Schäden ist Oberösterreich. Wenn einmal ein Unfall passiert, steht die Wiener Städtische den Motorrad-Fans zur Seite. Allein im Vorjahr wurden der Versicherung mehr als 1.200 Schadensfälle gemeldet, daraus entstanden Gesamtaufwände von 5,2 Millionen  Euro (Haftpflicht, Kasko und Unfall).

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