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Der Kälteeinbruch kam in der laufenden Wintersaison für die Reifenbranche zur rechten Zeit.

Winterreifengeschäft: Der Wettergott war gnädig

09.02.2021

Eine Blitzumfrage des Branchenverbands VRÖ zeigt, dass die Situation im Reifenhandel zwar angespannt ist, aber nicht dramatisch. Im Wintergeschäft spielte das Wetter optimal mit, sodass eine Umsteck-Quote auf Winterreifen von 96% ermittelt wurde. 

Der Verband der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) hat bei einer Umfrage unter seinen Mitgliedern die aktuelle Situation im Reifenhandel eruiert. Das Ergebnis ist durchaus erfreulich, das Winterreifengeschäft 2020/2021 läuft den Umständen entsprechend gar nicht einmal so schlecht. 

Bei PKW und Nutzfahrzeugen lagen der Reifenumsatz und die Stückzahlen im bisherigen Verlauf der Wintersaison zwar unter Vorjahr. In Anbetracht der Coronakrise war dies allerdings zu erwarten. Und immerhin: In der Umfrage wurde eine durchschnittliche Umsteck-Quote auf Winterreifen von 96% genannt. Das Wetter spielte bislang auch optimal mit. Ein Kälteeinbruch kam zur rechten Zeit. Der Oktober 2020 war feucht und trüb und vor allem im Bergland auch relativ kühl. Nach der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) lag die Anzahl der Sonnenstunden heuer um 27 % unter dem vieljährigen Mittel. 

Ausblick: Verhalten, aber nicht dramatisch

Der Ertrag lag bei 83% der befragten Betriebe unter Vorjahr, bei immerhin 17% jedoch sogar leicht besser im Vergleich zu 2019. Beim Ausblick auf die restliche Winterreifensaison 2020/21 erwarten 50% der Betriebe bei PKW einen Umsatz auf Vorjahresniveau bei geringeren Stückzahlen, konsequenter Weise rechnen auch 50% der Unternehmen letztendlich mit einem gleichen Ertrag wie 2019. 

Positiver sind die Einschätzungen im Nutzfahrzeugbereich. Hier rechnen insgesamt 67% der Betriebe mit gleichen bis leicht steigenden Umsatzzahlen. Die Stückzahlen werden bei 50% der Betriebe leicht steigend bis gleichbleibend zum Vorjahr eingeschätzt. Immerhin 17% erwarten leicht steigende Stückzahlen, im PKW-Bereich geht kein einziges Unternehmen von höheren Stückzahlen aus. Bei den Ertragserwartungen geben allerdings nur 40% der Betriebe im Nutzfahrzeugbereich das Vorjahresniveau als Prognosewert an und 60% rechnen mit leicht schlechteren Ertragszahlen. Dramatische Einbrüche von mehr als 5% beim Reifenertrag erwartet im Nutzfahrzeugbereich aber niemand, bei PKW-Reifen immerhin 16%. 

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