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Würdiger Auftakt 2014

13.02.2014

Innovationsfeuerwerk auf der Vienna Autoshow. 400 Neuwagen, eine Weltpremiere und 35 Österreich-Premieren. Darüber hinaus bot die Schau ein informatives Rahmenprogramm und sorgte für einen würdigen Jahresauftakt ins Autojahr 2014.

Gut 150.000 Besucher verzeichnete die Vienna Autoshow 2014 (gemeinsam mit der Ferienmesse) in der Messe Wien. 40 Automarken präsentierten insgesamt 400 Neuwagen, darunter eine Welt- und 35 Österreich-Premieren. Die Hallen C und D der Messe Wien standen zu Jahresbeginn ganz im Zeichen des Automobils. Die Hersteller zündeten ein Feuerwerk an Innovationen, Bewährtem und Faszinierendem. Die einzige Weltpremiere präsentierte Seat mit dem Leon ST Kombi Allrad. Stolze 35 Österreich-Premieren rundeten das Programm ab.

KFZ Wirtschaft-Rundgang
Die KFZ Wirtschaft fragte im Rahmen ihres Messerundgangs die Hersteller nach ihren Zielen für das heurige Jahr: Richard Mieling (Porsche Austria): „Ich gehe von stabilen Marktverhältnissen im Jahr 2014 aus, vorausgesetzt, dass die geplante Steuererhöhung moderat ausfällt. In unserer Modellpalette bleibt der Golf das Maß der Dinge, seine Abkömmlinge werden heuer durch das Modell Sportsvan ergänzt. Der Nachfragetrend geht weiter zu effizienten Fahrzeugen und Motorisierungen, im Modellmix wird es keine gravierenden Verschiebungen geben. Der derzeitige Anteil von 21 Prozent bei Kompakt-SUV sollte unverändert hoch bleiben.“

Hansjörg Mayr, Hyundai: „Ich bin von Natur aus optimistisch und erwarte daher einen stabilen Markt. Ob es zu Steigerungen kommt, wird man erst sehen, immerhin herrscht in Österreich eine positive Konsumstimmung. Den Absatz der höchsten Stückzahlen erwarte ich beim i20, dann kommen i30 und iX35. Steigerungspotenzial gibt es durchaus noch bei den Modellen i10 und i40.“
Cornelius Grzimek, Citroen: „Ich schätze, dass es eine geringe Marksteigerung  geben wird, um die zwei Prozent in etwa. Allerdings wird uns das kaum betreffen. Citroen peilt stabile drei Prozent Marktanteil für 2014 an – ein erreichbares Ziel. Wichtige Modelle sind der  C4 Kaktus, die gesamte C3- und C4-Reihe sowie der neue C1.“
Bernhard Denk, Kia: „Wir möchten auf 10.000 Einheiten in diesem Jahr gekommen, das entspräche einem gesunden Wachstum. 2014 wird das Jahr, indem wir interne Themen klären und vereinfachen wollen. Das strategische Ziel sind vier Prozent Marktanteil. Unsere Volumsmodelle sind der Cee’d und der Sportage – die beiden Modelle machen über 50 Prozent des Gesamtabsatzes aus. 
Steffen Knapp, Ford: „Die Aussichten sind grundlegend positiv. Fraglich ist, wie sich die Steuererhöhungen (NoVA, motorbezogene Versicherungssteuer) auswirken werden. Das kann man momentan noch nicht einschätzen. Ford wird 2014 im Nutzfahrzeugsegment weiter Gas geben. Im Pkw-Bereich sind die Sub-SUVs, bei uns der neue EcoSport, das wachsende Segment und der aktuelle Trend.“
Oliver Gaudefroy, Renault: „Wir hatten ein sehr gutes 2013er-Jahr mit 5,3 Prozent Marktanteil  - gemeinsam mit Dacia sogar 7,9 Prozent. Für Renault werden die neuen Twingo- und Traffic-Modelle wichtig werden. Bei Dacia wird es 2014 keine Neuigkeiten geben, aber wir sind gut aufgestellt.“
Alexander Struckl, Opel: „2014 wird ein stabiles Autojahr werden. Opel hatte 2013 einen Marktanteil von 6,1 Prozent und damit 0,4 Prozent zulegen können. Der Mokka und Insignia gehen gut, der Adam hilft ebenfalls, wird aber gar nicht überproportional in der Stadt gekauft. Die Jungen fehlen etwas, die können sich Neuwagen aber einfach kaum leisten.“
Günther Kerle, Mazda: „Wir betrachten 2014 mit leichter Vorsicht und erwarten einen Rückgang der Neuzulassungen auf rund 310.000 Einheiten österreichweit. Die Steuererhöhungen werden im zweiten Quartal sicher ihre Spuren hinterlassen, die Frage ist, ob die erste Jahreshälfte das kompensieren kann. Trotzdem rechnen wir mit einem dezenten Plus von rund 10.000 Einheiten.“
Corinna Widenmeyer, Mercedes-Benz: „2013 war für uns ein sehr gutes Jahr, wir konnten 10 Prozent zulegen. Diesen Trend möchten wir auch 2014 fortsetzen. Entscheidend dafür waren sicherlich die neue A-Klasse und der CLA, die beide sehr gut bei unseren Kunden angekommen sind. 2014 wird der neue GLA ein wichtiges Modell werden sowie sie neue C-Klasse. Mercedes-Benz macht gerade einen Verjüngungsprozess durch und der hilft uns, neue Zielgruppen zu erreichen.“

Daten und Fakten
Zum Auftakt der Vienna Autoshow präsentierte Peter Laimer (Statistik Austria) die Kfz-Zulassungen 2013. Mit 319.035 Pkw-Neuzulassungen wurde ein Ergebnis erzielt, das um 5,1 %  unter dem Jahr davor liegt . VW blieb trotz eines Rückgangs von 6,3 % mit einem Anteil von 18,1% Marktführer. Hyundai konnte um 9,4% zulegen und erreichte erstmals Platz 2 (6,6% Anteil). Während Opel (+0,4%), Seat (+6,6%) und Mercedes (+7,0%) zulegen konnten, verloren Ford (-8,8%), Audi (-6,5%), Renault (-1,9%) und BMW (-1,7%). Der Anteil der dieselbetriebenen Pkw (56,7%) lag deutlich über jenem der benzinbetriebenen Pkw (42,1%). Der Anteil der Neuwagen mit alternativem Antrieb stieg von 0,9 auf 1,2% bzw. 3.858 Einheiten.

Autor/in:
Redaktion Automotive
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