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Kurzstreckenkomfort

21.11.2012

Im Kurz- und Mittelstreckenverkehr will Scania mit dem OmniExpress 3.20 punkten. Wie sich der 2-Achser mit 53 Sitzplätzen, Scania-typischem Cockpit und 360 PS starkem 5-Zylinder-Motor fährt, lesen Sie in unserem Fahrbericht.

Lassen Sie sich

vom Titel nicht täuschen. Der Scania OmniExpress 3.20 geht weder mit dem Thema Komfort knauserig um, noch müssen ihn Passagiere spätestens nach der ersten Kurzstrecke wieder verlassen. Ganz im Gegenteil. Als kompakter Vertreter der OmniExpress-Familie (Gesamtlänge 12,40 Meter, Radstand 6,20 Meter) soll er für den Reisekomfort der Langstrecken-Varianten im kilometermäßig meist überschaubaren Stadt- und Überlandverkehr eine Lanze brechen. Das Platzangebot ist dabei mit 49 Einzelsitzen und zwei klappbaren Sitzbänken mit jeweils zwei Sitzplätzen ein vernünftiges Startkapital. Die beiden Türen wirken durch die überschaubaren Abmaße des Busses auffallend breit. Mit 98 Zentimeter (vorderer Einstieg) und 1,37 Meter (hinterer Einstieg) haben sie auf jeden Fall das Potential dazu, größere Fahrgastwechsel binnen kürzester Zeit zu ermöglichen. Der Komfort der Einzelsitze ist für die Kurz- und Mittelstrecke mehr als ausreichend. Beim Reisegepäck brauchen die Passagiere trotzdem nicht sparen, wie der 4,75 Kubikmeter große Stauraum zeigt.

 

Auf der Linie cruisen

Hinter dem Lenkrad darf sich der Fahrer des OmniExpress 3.20 durchaus auf einem Level mit jenen Kollegen betrachten, die ihr Tagewerk hinter dem Steuer von Scania-Reisebussen verbringen. Das von den Schweden im Busbereich verwendete Einheitscockpit kann daher auch abseits der Langstrecke mit seinen bekannten Vorzügen punkten. Warum immer nur auf Autobahnen- und Schnellstraßen in entspannter, Scania-typischer Haltung hinter dem Lenkrad sitzen? Mit einem Neigungswinkel von immerhin 52 Grad darf ab sofort auch der Fahrer des 2-Achsers so relaxed von Haltestelle zu Haltestelle cruisen, als wäre er alleine auf der legendären Route 66 quer durch Amerika unterwegs. Wer die Traumtour für jeden Busfahrer doch nicht in die Realität umsetzen kann und sich mit seinem OmniExpress 3.20 auf der nicht einmal annähernd so legendären Linie von Gänserndorf nach Mistelbach wieder findet, wird auf den engen Straßen des Weinviertels wenigstens die souveräne Manövrierbarkeit des Busses zu schätzen wissen.

 

Alcolock an Bord

Der 360 PS starke 5-Zylinder-Motor des OmniExpress 3.20 in EEV-Ausführung ist der direkte Vorgänger jener Aggregate, die Scania auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 erstmalig in Euro 6-Ausführung präsentiert hat. 360 PS sind in Verbindung mit der 8-Gang-Opticruise nach unseren Erfahrungen mit dem voll ausgeladenen Testbus das optimale Duo für anspruchsvolle Streckenverläufe. Manuelle Eingriffe sind dabei, wie für die Opticruise seit langem typisch, nicht notwendig. Sollte der im Heck verbaute 5-Zylinder trotz beherzter Startversuche kein Lebenszeichen von sich geben, ist der Wunsch nach einer Pannenhilfe übrigens nur bedingt der richtige Lösungsansatz. Unkomplizierte und schnelle Abhilfe schafft dagegen der Griff zum Alcolock von Dreger, der unweit der linken A-Säule montiert ist.

Fazit: Bei dem Bus greifen wir freiwillig zur Jahreskarte.

Autor/in:
Redaktion ÖPV
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