Direkt zum Inhalt

Lizenz ist notwendig!

19.08.2013

Sie werden in Kürze ein Schreiben der MPLC Filmlizensierung GmbH erhalten, in dem Sie über die DVD-, Video oder Blu-ray Nutzung in Reisebussen aufgeklärt werden. Diesem Schreiben gingen ­Gespräche der Berufsgruppe Bus mit der Firma MPLC in den letzten Monaten voran.

Auf Basis der bestehenden Rechtslage wurde versucht, ein Angebot zu gestalten, das einfach zu handhaben, andererseits zu angemessenen wirtschaftlichen Konditionen verfügbar ist und vor allem auch rechtssicher ist.

 

Zur Rechtslage

Lizenz für öffentliche Aufführung von Blockbuster-Filmen (wie z.?B. „Harry ­Potter", „Ice Age" oder ähnliches.) in einem Bus ist notwendig! Für eine öffentliche Aufführung eines legal erhältlichen Bildtonträgers in einem Reisebus wird eine Lizenz benötigt, da mit dem Kaufpreis des jeweiligen Mediums (DVD, Video oder Blu-ray) das Recht zur öffentlichen Aufführung nicht erworben wird. MPLC repräsentiert über 400 Produzenten und Studios, angefangen bei unabhängigen und nationalen Produzenten bis hin zu den großen Hollywood-Filmstudios.

  • Keine Lizenz benötigt man für die Vorführung eines Imagefilmes über das eigene Unternehmen oder z.?B. die Vorführung des „Smart-Move" Branchen­videos in einem Bus.
  • Es spielt keine Rolle, ob der Gast die Quelle (DVD/Video/Blu-Ray/…) mitbringt, oder der Busunternehmer diese bereitstellt. Der Busunternehmer, der die Abspielgeräte (DVD-/Video-/Blu-Ray-Player/…) für die öffentliche Wiedergabe nutzt, muss eine Lizenz besitzen.
  • Falls keine lizenzpflichtigen Werke genutzt werden, genügt eine kurze Rückmeldung auf das Schreiben der MPLC, das in Kürze an die Busunternehmer ergehen wird!

 

Kosten der Lizenz

MPLC hat ursprünglich nur eine Mindestlaufzeit der Lizenz von einem Jahr angeboten. In konstruktiven Gesprächen mit der MPLC konnte die Mindestlaufzeit der Lizenz auf ein Monat verkürzt werden. Was kostet eine Lizenz? Die Lizenzgebühr beträgt 20,– Euro pro Bus und Monat (zzgl. Mwst.). Es werden auch Flotten­lizenzlösungen angeboten. Wie berechnet sich die Lizenz? Die Lizenz berechnet sich pro Reisebus. Nur für Busse, in denen Filme genutzt werden, muß eine Lizenz erworben werden. Die Frage, ob dieses Angebot der öffentlichen Wiedergabe neuer Filme auch wirtschaftlich interessant ist, kann lediglich im Einzelfall durch den Busunternehmer selbst beurteilt werden.

 

Häufig gestellte Fragen

Auf der Homepage von MPLC (www.mplc.at) werden weitere häufig gestellte Fragen beanwortet:

Es werden bereits AKM Gebühren auf Bildtonträger abgeführt. Wieso muss eine weitere Lizenzgebühr auf Filmvorführung gezahlt werden? Die AKM sichert nur die Musik-, nicht aber die Filmrechte ab. Für die visuellen Inhalte und den Ton benötigen Sie eine MPLC Lizenz.


Warum ist die Vorführung öffentlich, wenn Filme in einer kleinen Gruppe gezeigt werden?
Die hier vom Urheberrecht für den Ausschluss der Öffentlichkeit geforderte enge, persönliche Verbundenheit der Teilnehmer untereinander liegt praktisch nur dann vor, wenn die Vorführung im Familien- oder engsten Freundeskreis, d.?h. im Privatbereich erfolgt. Der Kauf oder das Ausleihen von Filmen berechtigt nur zur Vorführung in einem privaten Umfeld. Dieser Hinweis ist deutlich auf jeder DVD, Blu-ray oder Videokassette am Anfang eines jeden Filmwerks oder auf der Rückseite des Covers abgebildet.


Unsere Gäste bringen selbst gekaufte DVDs mit. Warum benötigen wir eine Lizenz?
Wie bei der AKM muss immer der Inhaber der DVD-, Video- oder Blu-ray-Abspielgeräte lizenziert sein. Um Filme vorführen zu dürfen, wird das Einverständnis des Rechteinhabers benötigt. Dieses Einverständnis muss der ­Vorführende bei dem Lizenzinhaber direkt oder bei der vom Lizenzinhaber beauftragten Gesellschaft (wie MPLC) einholen.

 

Welche Konsequenzen bringen Verstöße mit sich? Verfügen Sie nicht über die erforderliche Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers, kann die öffentliche Vorführung unangenehme und auch teure Folgen für Sie haben.

 

Wer kontrolliert die Lizenzierung? Hinweise auf Verstöße kommen vom VAP (Verein Anti Piraterie) sowie von den Studios und Verleihern selbst. Verletzungen der Urheber- und Leistungsschutzrechte können zahlreiche teils unterschiedliche Konsequenzen nach sich ziehen. Diese reichen von zivilrechtlichen Ansprüchen (z.?B. Schadensersatz) bis hin zu strafrechtlichen Folgen.

Weitere Informationen unter www.mplc.at bzw. www.vvat.at. 

 

Autor/in:
Redaktion ÖPV
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
18.10.2019

Internationale Fachjournalisten aus 22 Ländern haben den neuen MAN Lion’s Coach zum „Coach of the Year 2020“ gekürt.

Beinahe zwölf Stunden dauerte der vom TÜV überwachte Test.
Aktuelles
18.10.2019

Auf der Teststrecke von Iveco in Ulm wurde eine Rekordfahrt eines Elektrobusses aufgestellt.

Buntes Teilnehmerfeld: Fünf Reisebusse stellten sich der Wahl zum „Coach of the Year 2020“ im rumänischen Sibiu/Hermannstadt.
Aktuelles
01.10.2019

Ein abwechslungsreiches Bus-Quintett stellte sich heuer der Wahl zum „Coach of the Year 2020“ im rumänischen Sibiu/Hermannstadt.

Ankommen im Grünen: Mehr als 300 Bäume wurden im neuen Arrival Center Schönbrunn gepflanzt.
Aktuelles
20.09.2019

Das neue „Arrival Center Schönbrunn“ verbessert die Parksituation für Busse deutlich.

Das vollelektrische Voith Electrical Drive System als effiziente Lösung für den wachsenden Markt für E-Mobilität.
Aktuelles
13.09.2019

Voith setzt zur Messe „Busworld“ seinen Fokus auf E-Mobilität und Digitalisierung im öffentlichen Verkehr. 

Werbung