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Neuerungen im Detail

10.02.2013

Kollektivvertrag für Dienstnehmer in privaten Autobusbetrieben

Die Kollektivvertragsverhandlungen mit der Gewerkschaft Vida wurden am 16. 01. 2013 mit folgendem Ergebnis abgeschlossen:
Stundenlöhne: Die Stundenlöhne werden in allen Kategorien um 30 Cent, also drei Prozent, angehoben.

Spesenvergütungen für Fahrtätigkeiten

Inlandsfahrten:
Der Stundensatz für die Spesenvergütung im Gelegenheitsverkehr bei Fahrtätigkeit wird auf 1,76 Euro (neues Tagesgeld somit 21,12 Euro) angehoben.
Der Stundensatz für die Spesenvergütung im Linienverkehr bei Fahrtätigkeit wird auf 1,38 Euro (neues Tagesgeld somit 16,56 Euro) angehoben.
Die Nächtigungsgebühr beträgt 4,05 Euro.

Auslandsfahrten:
Der Stundensatz für Auslandsfahrten im Gelegenheitsverkehr bei Fahrtätigkeit wird auf 2,72 Euro (neues Taggeld somit 32,64 Euro) angehoben.
Der Stundensatz für Auslandsfahrten im Linienverkehr wird auf 1,69 Euro (Tagesgeld somit 20,28 Euro) angehoben.
Die Nächtigungsgebühr beträgt 4,05 Euro.

Zulagen: Die Zulagen werden ebenfalls um drei Prozent angehoben.

Änderung Mindestbezahlung: Es ist gelungen, die Mindestbezahlung für Fahrten, die erst nach Mitternacht an einem neuen Kalendertag enden, zu verbessern. Falls der Lenker am neuen Kalendertag nicht mehr eingesetzt wird, müssen die am neuen Kalendertag geleisteten Stunden – anders als bisher – nicht mehr auf 5 bzw. 6,5 Stunden aufgefüllt werden. Das heißt, das in diesem Fall die Mindestbezahlungsregel (Art III, 2k) nicht mehr angewendet werden muss.

Neue Arbeitsgruppe zur Gesamtüberarbeitung des Kollektivvertrages: Bereits in den nächsten Wochen wird eine sozialpartnerschaftliche Arbeitsgruppe die Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, den Kollektivvertrag insgesamt lesbarer und damit praxistauglicher zu gestalten. Aus Sicht der Arbeitgeber stehen selbstverständlich unsere langjährigen Forderungen nach Durchrechnung der Normalarbeitszeit bzw. die Reduktion der Mindestbezahlung im Mittelpunkt. Darüber hinaus soll bis Ende 2013 versucht werden, einen zwischen den Sozialpartnern abgestimmten Kommentar zum Kollektivvertrag zu verfassen.

Vor- und Abschlussarbeiten im Kraftfahrlinienverkehr:
Mit 1.1.2013 wird das Ergebnis der Arbeitsgruppe „Vor- und Abschlussarbeiten“ für den Kraftfahrlinienverkehr umgesetzt. Der nach dreijähriger Verhandlung zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern erzielte Kompromiss sieht vor, dem Lenker für den erforderlichen Zeitaufwand zur Durchführung der Vor- und Abschlussarbeiten eine Zeitpauschale von 25 Minuten zur Verfügung zu stellen, wenn kein „fliegender Fahrerwechsel“ vorliegt. Die Zeitpauschale ist einmalig pro Tagesarbeitszeit vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Die konkrete zeitliche Verteilung der Pauschale auf die Vor- bzw. Abschlussarbeiten ist innerbetrieblich zu treffen. Der überwiegende Teil (mehr als 12,5 Minuten) hat jedoch auf Vorarbeiten zu entfallen. Wann ein „fliegender Fahrerwechsel“ vorliegt, ist ebenfalls innerbetrieblich zu regeln.

Autor/in:
Martin Horvath

Berufsgruppenobmann Bus

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