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1. Klasse unterwegs

15.07.2010

Die ÖKOMBI nimmt bis Ende 2012 insgesamt 29 neue ROLA-­Begleitwagen in Betrieb. Der Einsatz des ersten fertig gestellten Waggons erfolgt im vierten Quartal 2010

. Es ist eine interessante Mischung aus Flugreise, einer Fahrt im neuen ÖBB-Paradezug Railjet und den bekannten Vorzügen einer Tour mit der Rollenden Landstraße, die auf ÖKOMBI-Kunden ab dem Spätherbst wartet. Zum Stückpreis von mehr als einer halben Million Euro lässt die ÖKOMBI in den kommenden 30 Monaten 29 ROLA-Begleitwagen technisch wie optisch komplett neu gestalten und von Grund auf überholen.

„Von den Waggons bleibt genau genommen nur die Außenhülle erhalten, alles andere wird neu gemacht“, sagt ÖKOMBI-Geschäftsführer Franz Dirnbauer. Was sich so aus einem gut 30 Jahre alten Waggon in 4.400 Arbeitsstunden machen lässt, war Ende Juni beim Roll Out des ersten fertig gestellten ROLA-Begleitwagen im TS Werk St. Pölten der ÖBB zu besichtigen. „Selbst Lkw-Fahrer, die in den erst vor 10 Jahren runderneuerten Waggons unterwegs waren, werden sie nach Abschluss aller Arbeiten nicht mehr wieder erkennen“, meint der Leiter des Standortes St. Pölten der ÖBB-Technische Services GmbH, Martin Deiretsbacher, nicht ohne Stolz. Wünsche der ROLA-Kunden, Vorgaben der ÖKOMBI sowie die Ideen eines Designers sind in den bis ins letzte Detail neu durchdachten Innenraum geflossen. „Wo es notwenig war, haben wir sogar die Fenstergrößen an die neuen Gegebenheiten angepasst“, erklärt der Leiter des Auftragsmanagements im Werk St. Pölten, Manfred Grüneis.

Mobiles Bordservice
Die neuen ROLA-Begleitwagen verfügen über sieben Abteile mit insgesamt 42 Betten. Im mit einer kleinen Küchenzeile ausgestatteten Aufenthaltsraum gibt es 18 Sitzplätze an zwei geräumigen Tischen. Bei den für den Innenausbau verwendeten Materialen findet sich gleich mehrmals die Handschrift des ÖBB-Paradezuges Railjet. „Auf einigen Relationen bieten wir ein mobiles Bordservice, bei dem ein Mitarbeiter der Firma e-express im Auftrag der ÖKOMBI zu günstigen Preisen Speisen zubereitet und Getränke ausschenkt“, erzählt Franz Dirnbauer. Die Sanitäreinrichtungen in den Waggons orientieren sich ebenfalls an der breit gestreuten Herkunft der Lkw-Fahrer. Daher gibt es neben einer Toilette im herkömmlichen Sinn auch ein asiatisches WC.

Ein, im Personenverkehr auf der Schiene längst als up-to-date geltendes Ausstattungsdetail wird man in den neuen ROLA-Begleitwagen allerdings vergebens suchen: eine Klimaanlage. „Unsere Kunden haben sich dafür ausgesprochen, während der Fahrt die Fenster öffnen zu können“, berichtet Franz Dirnbauer. „Nebenbei wollen viele von ihnen ab und zu auch einen Blick auf ihren Lkw werfen.“

Laufend informiert

Für genauere Informationen über ihre Fahrt mit der ROLA müssen die Chauffeure an Bord des neuen Begleitwagens jedoch nicht unbedingt aus dem Fenster schauen. „Wir haben erstmals ein umfangreiches Kundeninformationssystem (KIS) installiert, das die Fahrer über viele für sie wichtige Eckpunkte auf dem laufenden hält“, rührt der ÖKOMBI-Geschäftsführer die Werbetrommel. Wie im Flugzeug werden sie via Monitor u. a. über die geplante Ankunftszeit, und die tatsächliche Ankunftszeit am Zielbahnhof informiert.

Mit dem Kundeninformationssystem gekoppelt, ist das so genannte Fahrzeuginformationssystem (FIS), über das die ÖKOMBI kontinuierlich relevante Daten über die Betriebszustände des Waggons, wie z.B. die Raumtemperatur oder Flüssigkeitsstände, abfragen kann. „Das hilft uns, mögliche Störungen schneller zu beheben und so die Servicequalität weiter zu verbessern.“

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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