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2014 auf Expansionskurs

27.11.2013

Eine allgemeine Erholung im Nutzfahrzeugbereich sieht man beim oberösterreichischen Hersteller Schwarzmüller.

Der CEO der Gruppe, Jan Willem Jongert, verkündete jetzt, dass das Unternehmen 2013 um fünf Prozent wachsen werde. Trotz eines schwachen ersten Halbjahres soll sich der Umsatz bei 240 Millionen Euro bewegen. Sollte das aktuell positive Umfeld aufrecht bleiben, geht man sogar von einer höheren Wachstumsquote für das kommende Jahr aus. Jongert spricht von einem „aktuell ausgezeichneten Auftragseingang“.

Seit Juni verzeichne die Schwarzmüller Gruppe steigendes Kundeninteresse und erhöhte Nachfrage. In einigen Kernmärkten konnten die Marktanteile ausgebaut werden, starke Flexibilität und hohe Produktperfomance unterstützen diese Entwicklung, erläutert der Holländer, der seit Juni als erster alleinverantwortlicher CEO bei Schwarzmüller im Amt ist: „Unser Außendienst erhält wieder mehr Gehör mit einem unserer zentralen Themen: Dass wir nämlich für jedes Einsatzgebiet höhere Nutzlasten als der Mitbewerb anbieten.“ Über den Sommer seien aufgrund dieser positiven Situation die ­Produktionskapazitäten hochgefahren worden.
 

50 Prozent Eigenkapital
Diese Entwicklung werde dazu beitragen, die Ergebnissituation der Unternehmensgruppe nachhaltig zu stabilisieren, erläutert CFO Thomas Lindinger. Nach dem von der Wirtschaftskrise ausgelösten Umsatzrückgang von 54 Prozent in den Jahren 2009 und 2010 habe das straffe Kostenmanagement 2011 wieder zu einem positiven Konzernergebnis geführt. Das Geschäftsjahr 2012 war bei einem Konzernumsatz von 230 Millionen Euro und einem Abgang von rund sechs Millionen Euro durch Einmaleffekte und den Start von  Zukunftsinvestitionen gekennzeichnet. „Mit einem Eigenkapital von mehr als 50 Prozent ist die Schwarzmüller Gruppe finanziell hervorragend für ihren Wachstumskurs ausgestattet“, betont Lindinger. Die Performance des traditionsreichen Unternehmens will die Führungsriege jetzt weiter steigern: Erste Investitionen wurden bereits getätigt, zum Beispiel wurde am Stammwerk in Freinberg ein Routenzug-System zur Verbesserung der innerbetrieblichen Logistik eingerichtet. Weiters wird die Flotte der Mietfahrzeuge ständig ausgebaut, um vom Trend „Nutzen statt Kaufen“ zu profitieren.

2014: Expansionskurs
Im kommenden Jahr will Jongert die Vertriebsaktivitäten in den Kernmärkten konsequent ausbauen. Eine eventuelle geografische Expansion will er überwiegend mit eigenen Ressourcen gestalten. In bestimmten Gebieten erwägt man auch die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern. Die erhöhte Nachfrage, kombiniert mit den steigenden Kundenanforderungen zwinge das Unternehmen aber auch dazu, die Produktionsprozesse noch effizienter zu gestalten. Eine Verkürzung der Durchlaufzeiten werde allerdings nicht auf Kosten der Schwarzmüller-Qualität gehen, betont Jongert. Er will unter anderem die Ressourcen und das Know-how für die verschiedenen Produktsegmente bündeln. „2014 könnte jene Dynamik bringen, die die Branche unbedingt benötigt. Wir sind jedenfalls optimal darauf vorbereitet“, so Jongert abschließend. 

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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