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Markus Schinko: „Den Anschlussbahnen kommt eine Schlüsselrolle zu, um das von der Politik ausgerufenen Ziel der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu erreichen.“

Bahnen verlieren Anschluss

15.10.2019

Soll künftig bei allen Gewerbegebieten genauso selbstverständlich wie ein Straßen- auch ein Schienenanschluss von der öffentlichen Hand kostenlos hergestellt werden?

Mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet Markus Schinko, Präsident des Verbandes der Anschlussbahnunternehmen (VABU) diese Frage. „Denn auch den Anschlussbahnen kommt eine Schlüsselrolle zu, um das von der Politik ausgerufenen Ziel der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu erreichen“, meint er. 2018 wurden 571 Schienenverkehrsanschlüssen in ganz Österreich bedient (von knapp mehr als 1.000 registrierten).

Insgesamt ist der Bestand an Anschlussbahnen stark rückläufig. 80 Millionen Tonnen wurden laut Schienen-Control im Vorjahr auf Anschlussbahnen transportiert, was einem Waggon-Aufkommen von 1,35 Millionen entspricht. Die Hälfte dieses Aufkommens wurde auf gerade einmal 19 Anschlussbahnen (darunter jene von Voestalpine in Linz, Hafen Enns, Linz Service und Sappi in Gratkorn) befördert. Auf 227 Anschlussbahnen wurden allerdings nur ein bis zehn Waggons im ganzen Jahr transportiert. Diese Fakten zeigen für Schinko ganz klar, dass die Branche von einer starken Konzentration geprägt sei. Daher sein Appell: „Warten wir nicht bis es auf der Straße heißt, nichts geht mehr.“

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