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Dispo-Chef René Krogger sitzt alleine in der Schaltzentrale

Der Chef allein im Haus

19.03.2020

Der Krogger Transport und Logistik GmbH geht es derzeit wie den meisten Mitbewerbern der Branche: Dispo-Chef René Krogger sitzt alleine im Großraumbüro, seine MitarbeiterInnen sind im Home Office tätig.

Christian Krogger (l.) betreibt am Firmengelände eine Werkstatt für Lkw und andere Fahrzeuge.

Die Krogger GmbH ist in der Wiener Freudenau gleich neben dem Wiener Hafen angesiedelt und auf Container- und Gefahrenguttransporte spezialisiert. Normalerweise sitzen in der Einsatzzentrale drei Disponentinnen, doch ihr Chef hat sie nach Hause geschickt. „Zum Glück haben wir vor einem Jahr unseren Server migriert, sodass alle online darauf zugreifen können“, erklärt Renè Krogger. Auch die Telefonate laufen über Voice Over IP, die Einteilung der Transporte und Fahrer kann damit praktisch ungestört abgewickelt werden. „So lange das Internet funktioniert, haben wir kein Problem“, sagt Krogger. Das hauptsächlich im Vor- und Nachlauf der Bahn aktive Unternehmen hat 30 Zugmaschinen und 65 Auflieger in seinem Fuhrpark und beschäftigt in der Verwaltung rund 15 MitarbeiterInnen. Die Besonderheit des Familienbetriebs, der 1968 von Hubert Krogger in der Steiermark mit einem einzigen Lkw gegründet wurde: Renés Bruder Christian betreibt am Firmengelände eine Werkstatt, in der nicht nur die eigenen Lkw gewartet und zusammen geflickt werden. „Normalerweise reparieren wir alles, außer Motorräder“, sagt Christian Krogger, „momentan fahren wir allerdings im Notbetrieb und halten nur unsere eigenen Lkw in Schuss.“ Auf das Logistik-Geschäft hat sich die Corona-Krise bisher noch kaum ausgewirkt. „Die Auftragslage ist noch stabil, aber langsam gehen uns die Fahrer aus“, so René Krogger. Der Grund: Die aus den östlichen Nachbarländern stammenden Gastarbeiter zieht es verständlicherweise zurück zu ihren Familien.

Autor/in:
Peter Seipel
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