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Der Lockdown hat Spuren hinterlassen - auch im Straßengüterverkehr kam es zu deutlichen Rückgängen.

Die Krise in Zahlen: Straßengüterverkehr ist um fast 15 Prozent eingebrochen

04.08.2020

Die Statistik Austria hat erste Zahlen dahingehend bekannt gegeben, wie die Corona-Krise den Straßengüterverkehr in Österreich bislang belastet hat. 

Der jahrelange Wachstumskurs fand 2020 ein abruptes Ende.

Wie erste Ergebnisse (Schnellschätzer) von Statistik Austria zeigen, fiel das Transportaufkommen österreichischer Unternehmen im Straßengüterverkehr im zweiten Quartal 2020 mit 90,2 Millionen Tonnen (Mio. t) um 14,6 Prozent unter den Wert des Vorjahresquartals (105,6 Mio. t). Im gleichen Zeitraum reduzierte sich die Anzahl der beladenen Fahrten um 15,7 Prozent auf 6,7 Mio. und die Transportleistung im In- und Ausland um 8,9 Prozent auf 6,0 Milliarden Tonnenkilometer (Mrd. tkm). 

Besonders betroffen waren grenzüberschreitende Verkehre: Die Transportleistung außerhalb des Bundesgebiets verringerte sich um 18,0 Prozent - von 1,8 Mrd. tkm im zweiten. Quartal 2019 auf nunmehr 1,5 Mrd. tkm. Die Transportleistung innerhalb Österreichs ist unterdessen im selben Vergleichszeitraum nur um 5,4 Prozent zurückgegangen (von 4,8 auf 4,5 Mrd. tkm). 

Vollbremsung

Ein Vergleich der Quartalsergebnisse bzw. der Jahresergebnisse ab dem Berichtsjahr 2016 (siehe Grafik) zeigt, dass sich das Transportaufkommen österreichischer Unternehmen in den Jahren 2016 bis 2019 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum bis auf wenige Ausnahmen kontinuierlich gesteigert hatte. Im 1. Quartal 2020 wurde erstmals eine deutliche Abnahme von 4,6 Prozent registriert. Die letzten beiden Wochen des 1. Quartals 2020 (Kalenderwochen 12 und 13) waren die ersten Wochen des Corona-Lockdowns in Österreich. Im weiteren Verlauf der Coronakrise kam es im 2. Quartal 2020 dann zu der beschriebenen Verringerung des Transportaufkommens österreichischer Unternehmen im zweistelligen Bereich (-14,6 Prozent). 

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