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Die schöne Seite der Krise

14.04.2020

Die Corona-Krise schreibt auch schöne Geschichten. Insofern nämlich als immer wieder sympathische Initiativen der Solidarität gestartet werden.

Atemschutzmasken sind begehrt - und werden von Firmen produziert, die darauf gar nicht spezialisiert sind.

„Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir alle zusammenstehen. An einem platten Reifen sollte kein Krankentransport scheitern.“ Mit diesen Worten gab Philipp Ostbomk, Direktor Vertrieb B2B Deutschland, Österreich, Schweiz bei Michelin bekannt, dass der Reifenhersteller Rettungsdiensten in Deutschland im Fall einer Reifenpanne kostenfrei Ersatzreifen zur Verfügung stellt. Auch Liqui Moly-Chef Ernst Prost setzte

ein Zeichen. Der Chef des Schmierstoffproduzenten verzichtet auf sein Gehalt. Er will mit seinem Anteil an der Einsparung Arbeitsplätze sichern, wie er den Mitarbeitern per Mail mitteilte. Darüber hinaus zahlt Prost seinen Mitarbeitern sogar eine Extra-Prämie von 1000 Euro. BYD, einer der größten chinesischen Produzenten von Pkw, Lkw und Bussen, hat derweil die weltgrößte Produktion von Atemschutzmasken in Betrieb genommen. Der Konzern hat die weltgrößte Produktionsanlage für Atemschutzmasken in Betrieb genommen und stellt darüber hinaus auch Desinfektionsmittel her. Die Fabrik, die am 8. Februar in Betrieb genommen wurde, ist längst voll ausgelastet und produziert fünf Millionen Gesichtsmasken sowie 300.000 Flaschen Desinfektionsmittel pro Tag – und zwar rund um die Uhr.

Not macht erfinderisch

In Österreich schwangen sich unterdessen Instruktoren der ÖAMTC Fahrtechnik kurz entschlossen in die Cockpits von Liefer-Lkws und unterstützen damit den Lebensmittelkonzern Spar bei Zustellungen in ganz Österreich. Auch der Gesetzgeber und die Behörden reagierten mitunter ungewöhnlich rasch. Für abgelaufene Fahrerkarten wurde eine befristete Ersatzlösung gefunden und sogar in Tirol wurden Fahrverbote kurzfristig außer Kraft gesetzt. Das Umweltministerium wiederum hat eine Ausnahmegenehmigung zur Biozid-Verordnung für die Produktion von Desinfektionsmitteln aus Ethanol und Isopropanol erlassen. Und so darf

der Frucht-, Zucker- und Stärkekonzern Agrana Bioethanol, das eigentlich für Treibstoffe gedacht ist und in Pischelsdorf im Bezirk Tulln hergestellt wird, nun auch an Hersteller von Desinfektionsmitteln liefern. Hintergrund: Desinfektionsmittel war, zumindest bis Redaktionsschluss, Mangelware – dies auch deshalb, weil der dafür benötigte Alkohol knapp wurde.

Autor/in:
Hans-Jörg Bruckberger
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