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Eiserner Vorhang

19.01.2015

Seit 1. Januar 2015 ist in Ungarn das EKAER-System (Elektronisches Kontrollsystem für den Straßenverkehr) in Kraft. Eine Art bürokratischer Eiserner Vorhang. 

Mithilfe des EKAER-Systems will die ungarische Steuer- und Zollbehörde alle Warenbewegungen innerhalb des Landes elektronisch verfolgen und Steuerhinterziehungen verhindern. Das System wird sämtliche Bewegungen von Straßenfahrzeugen über 3,5 Tonnen aus anderen EU-Mitgliedstaaten nach Ungarn und aus Ungarn in andere EU-Mitgliedstaaten erfassen.

Grundsätzlich liegen die Meldepflichten beim ungarischen Absender bzw. Empfänger. Ausländische Lieferanten und Transporteure müssen jedoch dafür Sorge tragen, dass ihre ungarischen Kunden bzw. Geschäftspartner in der Lage sind, die Anmeldung machen zu können, d.h. zeitgerecht alle notwendigen Daten liefern (Warenbezeichnung mit Zt.Nr., Gewicht, amtliches Kennzeichen, etc.).

Die EKAER-Nummer ist vom Steuerzahler oder dessen Vertreter, ständigen Bevollmächtigten elektronisch zu beantragen und für einen bestimmten Transport 15 Tage lang gültig.

Für „risikoreiche Waren“ gelten Sonderbestimmungen. So kann unter Umständen eine Anmeldepflicht bei risikoreichen Lebensmitteln bestehen, auch wenn sie nicht mit Lkw-mautpflichtigen Fahrzeugen befördert werden.

Beim Transport von risikoreichen Waren ist eine Risiko-Sicherstellung in Höhe von 15 Prozent des Warenwerts der in den letzten zwei Monaten transportierten Waren zu hinterlegen. Die Sicherstellung ist nicht vom Güterbeförderer, sondern vom Besitzer der Ware zu hinterlegen. Bei Lieferung aus der EU muss der ungarische Anmelder diese hinterlegen.

Nähere Informationen sowie ein Verzeichnis der sogenannten „risikoreichen“ Waren finden Sie hier http://wko.at/aussenwirtschaft/hu.   

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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