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Intensivstation auf vier Rädern

14.04.2020

Die Corona-Pandemie hat gerade auch Schweden sehr schwer getroffen. Ein neuer Krankenwagen von Scania soll jetzt wertvolle Hilfe leisten. 

In nur 90 Sekunden einsatzbereit: Der Scania-Krankenwagen für Intensivpatienten.

 Schweden hat bisher eher auf Selbstdisziplin als auf staatliche Anordnungen gesetzt und muss wie es scheint jetzt dafür büßen: In dem an sich dünn besiedelten Land sind nun bereits mehr als 10.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. 887 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind in dem skandinavischen EU-Land bisher gestorben. Zum Vergleich: In Österreich wurden zu Redaktionsschluss 368 Todesfälle gemeldet. Von der Bevölkerunsgzahl liegen die beien Länder indes gar nicht viel auseinander: Schweden hat rund zehn Millionen Einwohner, Österreich knapp neun Millionen. 

Insofern kommt ein neuer Lkw von Scania gerade recht: Das Stockholmer Gesundheitswesen investiert in einen Scania R 410 Krankenwagen, um auch für Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen den notwendigen Transport sicherstellen zu können. Die Auslastung in allen Krankenhäusern ist aktuell sehr hoch und neben dem medizinischen Personal muss auch eine technische Infrastruktur für alle Eventualitäten vorhanden sein. Der Scania Intensivpflege Krankenwagen ist eigens für schwer erkrankte Patienten ausgelegt. Auch Menschen mit COVID-19 können in dem Scania der R-Baureihe mit Aufbau von Groth Kaross und 410 PS versorgt werden. 

Einsatzbereit in 90 Sekunden

Nur eineinhalb Minuten dauert es bis der Scania Krankenwagen für Intensivpatienten in Stockholm einsatzbereit ist. Transportiert werden Patienten aller Altersgruppen, in ganz Schweden oder sogar im Ausland. Oftmals ist ein ganzes Team an medizinischen Betreuern mit an Bord. „Die Verlegung eines Patienten ist immer eines der gefährlichsten Unterfangen. Natürlich wollen wir hierbei so gut es geht Risikofaktoren ausschalten“, erklärt Christian Strand, seit 13 Jahren Sanitäter und Fahrzeugmanager der Ambulanzstation in Solna, Schweden. 

Besonders schwer erkrankte COVID-19 Patienten müssen oft künstlich beatmet werden. In dem Scania Krankenwagen kann laut einer aktuellen Aussendung in etwa dieselbe Versorgung wie auf einer Intensivstation sichergestellt werden. Die medizinische Ausrüstung ist ident und auch die Sauerstoffversorgung ist gewährleistet. Stellt ein regulärer Krankenwagen nur 1.000 Liter Sauerstoff bereit, so ist im Scania Intensivtransportwagen ein Vielfaches davon, nämlich 12.000 Liter Sauerstoff, vorhanden. Ein Back-up System existiert ebenfalls: Eine Lithium-Ionen-Batterie garantiert die Stromversorgung für 10 Stunden, sollte es zum Beispiel zu einer ungewollten Reifenpanne kommen. Das Fahrzeug bietet darüber hinaus Platz für zwei Inkubatoren und ist so auch eine wichtige Ressource für pädiatrische Fachärzte im Karolinska Universitätskrankenhaus, die Kinder aus verschiedenen Teilen des Landes behandeln.

Der neue Intensivpflege Krankenwagen ist auf einem R-Fahrgestell von Scania aufgebaut und als Bus zugelassen, da er mehr als neun Sitzplätze bereitstellt. „Aber, wenn es um das reine Fahrgefühl geht, glaubt man, in einem Pkw zu sitzen“, sagt Christian Strand. Die Entwicklung des Fahrzeugs hat etwa drei Jahre in Anspruch genommen. Strand ergänzt: „Der Sicherheitsfaktor war uns bei dem Krankenwagen sehr wichtig. Darum haben wir uns auch für Scania entschieden.“ Das Fahrzeug ist mit einem Scania Notbremsassistenten, sowie mit Radar, 360° Kamera und Scania Spurhalteassistent ausgestattet. 

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