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Weltpremiere in Berlin: Volvo ließ eine autonom fahrende, vollelektrische Sattelzugmaschine ohne Kabine vorfahren.

Ist weniger mehr?

21.09.2018

Mercedes verzichtet künftig auf Rückspiegel. Volvo gleich aufs ganze Fahrerhaus.

So zeigten die Schweden vorige Woche im Rahmen einer von ihnen initiierten und hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionsrunde zur Zukunft der Mobilität (u.a. mit Deutschlands Verkehrsminister Andreas Scheuer) in Berlin eine autonom fahrende, vollelektrische Sattelzugmaschine, die – irgendwie logisch – ohne Fahrerhaus daher kommt.

Routineaufgaben mit hohem Wiederholungsgrad, mit relativ kurzen Wegen, großen Warenmengen und hoher Liefergenauigkeit, seien dafür prädestiniert, meint Volvo „Ober-Autonomist“ Mikael Karlsson. Ein typisches Beispiel dafür seien Transporte zwischen Logistikzentren: „Man kann sich unser System als Erweiterung der ausgeklügelten Logistiklösungen vorstellen, die viele Branchen schon heute verwenden“, so Karlsson im Rahmen der exklusiven Veranstaltung, zu der nur wenige europäische Medien – darunter der STRAGÜ – geladen waren. „Da unsere autonomen Fahrzeuge weder Abgase noch Lärm verursachen, können sie jederzeit fahren – am Tag und bei Nacht“, so Karlsson weiter.

„Vera“, so der Name des Vehikels, das auch zur IAA noch bis 27. September zu sehen ist, soll in der Praxis der Zukunft mit einem Cloud-Dienst und einer Leitstelle verbunden sein. Vera könne nicht nur ihre aktuelle Position zentimetergenau ermitteln, sondern auch das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer detailliert analysieren und äußerst präzise darauf reagieren, erläuterte Karlsson. Die Leitstelle überwache zudem permanent den Transportablauf und sei daher stets über den genauen Standort, den Batterieladezustand, die Beladung und den Wartungsbedarf der einzelnen Fahrzeuge informiert.

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