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Der polnische Aufliegerproduzent Wielton untermauert mit der Fruehauf-Beteiligung seine Expansionsstrategie.

Kamel stapft nach Frankreich

02.06.2015

Um fast 10 Millionen Euro hat sich der polnische Aufliegerproduzent Wielton 65 Prozent seines französischen Konkurrenten Fruehauf gesichert. Der Kühlfahrzeug-Spezialist Lamberet wurde indes von Chinesen übernommen.

Die Polen, die ja gehörige Expansionspläne u.a. in Österreich schmieden (wir berichteten in der April-Printausgabe), halten zudem eine Option auf die verbleibenden 35 Prozent der Anteile eines privaten Investors. Die Wielton Gruppe mit dem auffälligen Kamel im Logo hat sich zum Ziel gesetzt, drittgrößter Hersteller von Sattelaufliegern in Europa zu werden, mit einem anfänglichen gemeinsamen Marktvolumen von 11.000 Einheiten pro Jahr und einem Umsatz von mehr als 250 Millionen Euro. Die gesamte Transaktion wird zu 20 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert, der restliche Teil durch ein Bankenkonsortium.

Fruehauf hält 44 Prozent Marktanteil bei Sattelaufliegern in Frankreich. Das Unternehmen beschäftigt über 400 Mitarbeiter und produziert jährlich mehr als 4.000 Anhänger. Die Unternehmensgewinne bewegen sich bei rund zwei bis drei Millionen Euro bei 100 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Wielton will die Marke Fruehauf weiter nutzen und in das Werk Auxerre investieren.

Ein anderer französischer Hersteller, der wirtschaftlich ins Straucheln geratene Kühlfahrzeugproduzent Lamberet, wurde laut online-Berichterstattung des deutschen „Kfz-Anzeiger“ am 8. Mai zu 100 Prozent von Xinfei France übernommen, einer Tochter des chinesischen Flugzeug- und Rüstungskonzerns Avic, der laut Kfz-Anzeiger auch in den Bereichen Transport und Logistik, Finanz-Services, Maschinenbau und Automobil tätig sei. Die Avic-Gruppe umfasse demnach rund 200 Gesellschaften in mehr als 100 Ländern und beschäftige rund 400.000 Mitarbeiter.

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