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Knappe Bodenressourcen

25.02.2020

Der Mangel an geeigneten Flächen ist ein Wachstumshemmnis der Vorarlberger Transporteure.

Kommentar von Michael Zimmermann

Michael Zimmermann
Zur Person

Michael Zimmermann ist Obmann der Fachgruppe für das Güterbeförderungsgewerbe Vorarlberg. Diese ist unter der E-Mail-Adresse transport@wkv.at erreichbar. 

Die Vorarlberger Wirtschaft und im Speziellen die Sachgüterproduktion hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung vorzuweisen. Ein wirtschaftsfreundliches Umfeld, innovative und visionäre Unternehmer sorgen für beeindruckende Wachstumszahlen. Eine der wesentlichen Säulen der Wirtschaftsentfaltung in Vorarlberg kommt jedoch immer mehr in Bedrängnis – die heimischen Frächter. Als großes Hemmnis für eine positive und nachhaltige Entwicklung entpuppt sich zunehmend die immer knapper werdende Ressource Boden!

Kluge Nutzungskonzepte

Entgegen oftmals anderslautender Darstellungen prägen Effizienz und Nachhaltigkeit den Umgang der Frächter mit dem knappen Gut. Kluge Nutzungskonzepte und Ideenreichtum bei der Planung von Transportbetrieben verdeutlichen dies seit Jahren. Immer öfter jedoch stoßen die heimischen Frächter, traditionelle Familienbetriebe, an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und benötigen Flächen für nachhaltiges Wachstum. Denn nur mit entsprechenden Betriebsflächen – das muss klar sein – kann die Transportwirtschaft, als wesentliche Säule des Produktionsstandorts Vorarlberg, funktionieren. Der Mangel an geeigneten Flächen ist bereits jetzt ein Wachstumshemmnis der Fuhrunternehmen. Das Ausweichen auf Betriebserweiterungen im Ausland ist nicht nur schlecht für die Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze im Land, sondern konterkariert auch die zahlreichen ökologischen Bestrebungen.

Fokus auf Gemeinden

Die Schaffung eines Planungsleitbilds für die räumliche Entwicklung des Landes unter Berücksichtigung des Ziels zusätzliche Baulandmobilisierung für Betriebsansiedelungen, war daher seitens der Transportwirtschaft unbedingt zu unterstützen. Ergebnis ist das „Raumbild Vorarlberg 2030“, welches klar benennt: Flächen und Infrastruktur für den Güterverkehr zu sichern und die für den Güterverkehr am besten geeigneten Flächen und Infrastrukturen zu sichern. Der realpolitische Umgang in den Gemeinden sieht oft anders aus. Hier wird unser Fokus liegen müssen, um den heimischen Frächtern auch in Zukunft attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu garantieren.

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