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Kostenlose Energiequellen

15.09.2014

Im Laborfahrzeug Optifuel Lab 2 testet Renault Trucks die unterschiedlichen Technologien zur Verbrauchsreduzierung, um deren Einsatz in zukünftigen Serienfahrzeugen zu prüfen. Zu sehen auf der IAA in Hannover. 

20 Technologien kommen im Optifuel Lab 2 zum Einsatz, mit vier Schwerpunkten: Energiemanagement, Aerodynamik, Rollwiderstand und Fahrhilfen. „Dahinter steht die Idee, so wenig Energie wie möglich vom Verbrennungsmotor abzuziehen“, so Projektleiter Claude Covo. „Deshalb werden jetzt mehrere Zusatzausrüstungen elektrisch versorgt, darunter Klimaanlage, Wasserpumpe, Kraftstoffpumpe und Lenkungspumpe. Dafür haben wir weitere elektrische Energiequellen entwickelt. So wurden Solarzellen hinzugefügt und ein System zur Energierückgewinnung in der Auspuffanlage installiert, das auf dem Rankine-Zyklus basiert.“ Wenn der Fahrer oder das Fahrzeug mehr Energie benötigt, berechnet ein Computer den Bedarf, findet die effizienteste bzw. am besten verfügbare Energiequelle (Solarzellen, Rankine usw.) und verteilt die Energie in Echtzeit. „Optifuel Lab 2 basiert auf dem Prinzip von Angebot und Nachfrage“, so Claude Covo, „je mehr Energie verfügbar ist und je weniger sie kostet, desto mehr wird diese Quelle ausgebeutet.“

Parallel zu dieser fortschrittlichen Verwaltung der Energiequellen hat Renault Trucks den Energiebedarf des Fahrzeugs gezielt eingeschränkt. Besonderes Augenmerk galt dabei der Wärmedämmung des Fahrerhauses. Die Glasflächen sind aus einem speziellen Isolierglas. Oben wurde ein mobiler Dachspoiler angebracht. Bei Fahrzeugstillstand wird dieser Spoiler hochgeklappt und schützt das Fahrerhaus so vor Sonne. Übermäßige Wärme aus dem Fahrerhaus wird durch einen solarbetriebenen Abzug abgeleitet. Beim Anfahren wird der Spoiler wieder eingeklappt, um die Aerodynamik zu begünstigen.

Außerdem hat Renault Trucks zur Belüftung des Fahrerhauses eine ausschließlich durch Solarzellen gespeiste Klimaanlage installiert. Das System funktioniert auch bei Stillstand des Fahrzeugs und abgeschaltetem Motor.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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