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Sieht alt aus, ist es auch: Dem 7,5-Tonnen-Mercedes wurde der Dieselmotor entnommen und eine Hinterachse mit zwei angeflanschten E-Motoren verpasst.

Kraft der Achse

28.05.2019

UPS testet E-Transporter in Köln.

Dabei handelt es sich um ein umgebautes 7,5-Tonnen-Zustellfahrzeug, dem statt des Dieselmotors eine zweimotorige elektronisch angetriebene Hinterachse von BPW eingebaut wurde. Die beiden Motoren und das Getriebe sind direkt in die Hinterachse integriert. Für Strom sorgt eine 84 Kilowattstunden starke Batterie. So soll eine Reichweite von 100 Kilometern gewährleistet werden. „Ohne Nutzlast zu verlieren“, betont BPW-Chef Markus Schell, „mit kraftvollen 3.290 Newtonmetern pro Rad hat unsere E-Transport-Antriebstechnik fast das Zehnfache des Drehmoments eines durchschnittlichen Vierzylinder-Verbrennermotors, sodass sie hohe Nutzlasten und die für den Stadtverkehr typischen steilen Steigungen bewältigen kann!“

Die Kombination aus unabhängigen Antrieben an jedem Hinterrad und der Leistung der Motoren erhöhe zudem die Manövrierfähigkeit, betont man bei BPW weiters. So erhalte beispielsweise auf rutschigen Straßen jedes Rad das optimale Drehmoment für die erforderliche Beschleunigungskraft.

Seit 2008 setzt UPS in Deutschland Elektrofahrzeuge für die Paketzustellung ein. Aufgrund des mangelnden Angebots an rein elektrischen 7,5-Tonnern, begann UPS 2010 mit der Umrüstung konventioneller Dieselfahrzeuge. Derzeit sind in Deutschland mehr als 80 vollelektrische Fahrzeuge im Einsatz, vor allem solche der 7,5-Tonnen-Klasse. „Unser Ziel ist es, dass bis 2020 25 Prozent unserer neuen Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen fahren oder durch andere fortschrittliche Technologien angetrieben werden“, sagt UPS Deutschland-Chef Frank Sportolari.

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