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Kreativ, interaktiv, drastisch

In Paris startet man eine außergewöhnliche Kampagne, mit der Fußgängern die Gefahr des leichtsinnigen Überquerens von Straßen drastisch vor Augen geführt wird.

Um zu realen Bildern für die Kampagne zu kommen, beschritt man einen neuen Weg: Über einen Bewegungsmelder und versteckt angebrachte Lautsprecher wurden jedes Mal, wenn ein Fußgänger eine Pariser Hauptverkehrsstraße bei Rot überquerte, die Quietschgeräusche abrupt abbremsender Autoreifen eingespielt. In exakt diesem Moment hielt eine Kamera das schockierte Gesicht der „ertappten“ Person fest.

Das Ergebnis waren Momentaufnahmen zutiefst erschrockener Menschen, denen ins Gesicht geschrieben stand, dass sie etwas extrem Leichtsinniges getan und sich in Lebensgefahr gebracht hatten. Die vor Schreck verzerrten Gesichter der Fußgänger wurden direkt auf einem digitalen Info-Screen angezeigt und in Echtzeit mit dem Claim der Aktion unterlegt: „Gehen Sie nicht das Risiko ein, dem Tod ins Auge zu blicken. Achten Sie beim Überqueren der Straße auf die Ampeln.“ Mit dem eigenen Gesicht als Motiv dieser Warnung wird die Botschaft so authentisch und glaubwürdig, wie sie es mit einem gestellten Foto niemals sein könnte. Das Ziel: ein dauerhafter Lerneffekt.

Die so unter „Realbedingungen“ entstandenen Fotos und Videos sind nun zentraler Bestandteil einer Verkehrssicherheitskampagne und werden in Webspots, Sozialen Medien, aber auch auf etlichen Großflächen – zum Beispiel an Bahnhöfen – im Großraum Paris zu sehen sein.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr

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