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Der erste Leichtbau-Lang-Sattelanhänger mit einer Länge von 14,98 Metern, der auch ladungszertifiziert ist, kommt von Schwarzmüller.

Ladungszertifikat für Schwarzmüller-Sattelanhänger

31.08.2020

Erstmals hat ein leichter Sattelanhänger für Lang-Lkw die Vorschriften der Ladungssicherheit in dynamischen Tests bestanden. Aber das sind nicht die einzigen News von der Schwarzmüller Gruppe. 

Einen ungewöhnlichen Erfolg hat Schwarzmüller bei der Zertifizierung der Ladungssicherung für ein Fernverkehrsfahrzeug zu verzeichnen: Erstmals hat ein leichter Sattelanhänger für Lang-LKW mit einer Ladefläche von 14,98 Metern die Vorschriften der Ladungssicherheit in dynamischen Tests bestanden. „Dieser Sattelanhänger ist leicht, lang und jetzt auch ladungszertifiziert! Wir beweisen damit einmal mehr unsere Kompetenz im Leichtbau“, freute sich CEO Roland Hartwig heute, Donnerstag, den 27. August, bei der Bekanntgabe der Innovation am Unternehmenssitz Hanzing in der Gemeinde Freinberg bei Schärding (Oberösterreich). Die Zertifizierung der Ladungssicherheit garantiere, so Hartwig, dass die Ladung ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen transportiert werden könne. Der ladungszertifzierte Lang-Sattelanhänger Typ 1 (verlängerter Sattelanhänger, der in Deutschland für den Testbetrieb zugelassen ist, nicht aber in Österreich) punktet mit seinem geringen Eigengewicht. Er wiegt um 200 Kilogramm weniger als ein Standardfahrzeug, obwohl er um 1,30 Meter länger ist. Er bietet aber nicht nur mehr Nutzlast, sondern durch seine Überlänge auch mehr Ladevolumen – und bleibt dennoch stabil, wie es die dynamischen Ladungstests verlangen.

Für diesen Erfolg der Fahrzeugentwicklung ist unter anderem die Rahmengeometrie von Schwarzmüller verantwortlich. „Es geht um die richtige Mischung aus Festigkeit und Flexibilität beim Einsatz von hochfesten Stählen“, sagte Hartwig. Diese werde durch die Form der Stahlprofile, deren spezielle Anordnung und die Qualität der Schweißarbeit erreicht. Die jetzt gelöste Aufgabe sei deshalb so anspruchsvoll, weil der Anhänger hinter den Achsen verlängert wird, was die Anforderungen an die Stabilität deutlich erhöht. „Soweit wir sehen, haben wir bisher als einziger Hersteller den Nachweis für Ladungssicherheit in dynamischen Testfahrten erbracht. Im Leichtbau ist also noch immer vieles möglich“, betonte Hartwig. Er sieht die Zukunft in der Verbindung von Leichtbau mit zusätzlichen Nutzungsvorteilen.

Ebenfalls neu ist der Einsatz des aktuellen Schwarzmüller Schubboden-Sattelanhängers für den Transport von Papierrollen. Es handelt sich dabei um eine typische Schwarzmüller Lösung für spezifische Branchenanforderungen. Hier beim Recycling von Altpapier: Zu den Papierfabriken wird das Altpapier als Schüttgut transportiert – statt einer Leerfahrt können nun auf der Rückfahrt gleich fertige Papierrollen im Schubboden geladen werden. Papierrollen sind im Transport besonders sensibel, weil schon leichte Beschädigungen an den Rändern die tonnenschweren Rollen unbrauchbar machen.

Gelungen ist die nun abgenommene Beladung durch eine Konstruktion, mit der die Rollen, sogar in verschiedenen Größen, direkt an der versteiften Vorderwand anliegen und so eine höhere Stabilität erreicht wird. Diese technische Lösung wurde für verschiedenste Verladefälle gründlich im praktischen Einsatz geprüft. Das Ergebnis: Die Ladungssicherheit wurde mit Zertifikat bestätigt.

Generationswechsel in Wels und Wien

Unterdessen gibt es bei Schwarzmüller auch Neuigkeiten personeller Natur: Die Schwarzmüller Gruppe setzt bei zwei wichtigen Niederlassungen auf eine Neuausrichtung. Weil die bisherigen Niederlassungsleiter in den Ruhestand getreten sind, folgte im ersten Halbjahr 2020 mit Hubertus zu Eltz in Wels und Helmut Kristian in Wien eine neue Generation in der Führungsebene. Für CEO Roland Hartwig der richtige Zeitpunkt, um die Weichen für eine strategische Neuausrichtung zu stellen. „Ich bedanke mich herzlich bei Johann Wintereder und Franz Bauer für die langjährige Treue und die hervorragende Arbeit, die unsere Standorte erfolgreich gemacht haben“, so Hartwig. „Wir bauen auf dieser Leistung auf und machen mit zwei neuen Niederlassungsleitern den nächsten Schritt in Richtung Zukunft.“ Wels soll noch stärker als Kompetenzzentrum positioniert werden, Wien setzt auf Kundenservice statt auf Fahrzeugbau.

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