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Leichter auf die Baustelle

23.11.2015

Das Baustellenfahrzeug aus dem schwedischen Södertälje setzt auf ein Kipper-Fahrgestell mit optimierter Nutzlast.

Robustheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit stehen vor der Anschaffung eines Baustellen-Lkw bei fast allen Unternehmern an oberster Stelle. Neben einem guten Verhältnis zu Händler und Werkstatt kristallisieren sich nach vielen Gesprächen mit Transportunternehmern aus dem Baubereich aber unterschiedliche weitere individuelle Präferenzen vor der Investition in ein spezielles Produkt heraus: Diese reichen von „mehr Tankvolumen“ über „erhöhte Bodenfreiheit“ bis zum „tollen Lenkeinschlag“.

Visitenkarte

Bei Scania kommt noch ein interessanter Aspekt dazu, den ein Tiefbau-Spezialist aus Tirol für seinen Betrieb so formulierte: „Die Fahrer sind sehr stolz auf unsere Scania-Lkw und sehen sie – wie unsere Partner auch – als fahrende Visitenkarte für die Firma.“
Dieses positive Image für die Produkte des schwedischen Herstellers aus Södertälje war gleichfalls bei unserem Fototermin im Kieswerk im niederösterreichischen Bad Fischau spürbar. Der weiße Scania Vierachser erntete in seinem natürlichen Umfeld viele neugierige und wohlwollende Blicke der vor Ort tätigen Lkw- und Radlader-Fahrer.
Ein weiterer Produktvorteil  für den Scania ergibt sich durch sein „Kipper-Fahrgestell mit optimierter Nutzlast“. Durch das im Vergleich zu den meisten Mitbewerbern geringere Gewicht kann mit dem voll ausgeladenen Scania naturgemäß mehr transportiert werden, außerdem ergibt sich bei Leerfahrten ein Verbrauchsvorteil. Bei durchschnittlichen Jahresfahrleistungen eines Bau-Lkw von rund 45.000 Kilometern sind das nicht zu unterschätzende Kostenfaktoren.

Gute Ergonomie

Produktive und ermüdungsfreie Arbeitseinsätze garantieren das recht geräumige Verteilerverkehr-Fahrerhaus der Baureihe G und das ergonomisch gut gestaltete Cockpit. Die Material- und Farbauswahl im Innenraum ist betont zweckmäßig und bietet durch ihre „schmutzabweisende“ und „leicht zu reinigende“ (Scania-Produktinfo) Kargheit etwas Potenzial für persönliche Verschönerungsmaßnahmen. Recht bequem gestalten sich der Ein- und Ausstieg über drei Trittstufen. Für kurze Pausen gibt es ein Bett, das gegen die Rückwand hochgeklappt wird.
Kultiviert und im Innenraum akustisch angenehm zurückhaltend zeigt sich der 13-Liter-Reihensechszylinder des G450. Das im Vergleich mit ähnlich motorisierten Mitbewerbern üppige Drehmoment von 2.350 Nm steht im relativ schmalen Drehzahlbereich von 1.000 bis 1.300 U/min zur Verfügung. Das im Testauto verbaute automatische Schaltsystem „Opticruise“ (12-Gang-Range-Split-Getriebe mit Overdrive, zwei Kriechgängen und zwei Rückwärtsgängen) punktet mit komfortablen und nachvollziehbaren Gangwechseln. Voll ausgeladen und bergauf hilft ein beherzter Umgang mit dem Gaspedal, derartige Etappen wollen laut dem deutschen Demo-Fahrer auf dem Copiloten-Sitz „mit Schmackes“ absolviert werden.
Als weiterer Faktor für mehr Fahrkomfort und Wirtschaftlichkeit war der Test-Scania mit dem aufpreispflichtigen vorausschauenden Tempomaten mit Eco-Roll-Funktion ausgestattet. Auch dadurch schneidet der Scania G450 im Verbrauchskapitel bei Vergleichstests regelmäßig sehr konkurrenzfähig ab. Nachvollziehbare eigene Aussagen über die Kraftstoffeffizienz konnten wir bei unserem kurzen Rendez-vous mit dem schwedischen Vierachser-Kipper leider nicht machen. Summa summarum hat der Scania beim schreibenden Testfahrer einen genauso positiven Eindruck hinterlassen wie bei den eingangs erwähnten Profifahrern im Kieswerk. awd  

Faktbox  

Motor: 12,7 Liter R6-Turbodiesel
Leistung:  331 kW (450 PS)
Drehmoment: 2.350 Nm bei 1.000 bis 1.300 U/min
Leergewicht:  9.920 kg/13.990 kg (mit Kipper)
Aufbau: Meiller 3-Seiten-Kipper D421

VOR- & NACHTEILE
+ gute Ergonomie
+ angenehme Schaltung
+ geringes Gewicht
- kurze Wartungsintervalle
- etwas karger Innenraum 

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