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Die CO2-Emissionen des Lkw-Verkehrs müssen in Zukunft drastisch reduziert werden

Lkw-Hersteller unter Druck

04.05.2020

Am heuer online abgehaltenen Wiener Motorensymposium diskutierten Experten, mit welchen technischen Maßnahmen die strengen EU-Verbrauchsvorschriften für Nutzfahrzeuge erreicht werden können.

2019 führte die EU erstmals Verbrauchsvorschriften für Nutzfahrzeuge ab 16 Tonnen ein. Demnach muss bis 2025 der CO2-Wert um 15 Prozent, bis 2030 um 30 Prozent gegenüber dem Referenzwert von 2019 sinken. Für Überschreitungen werden ab 2025 Strafzahlungen pro Gramm CO2 je Tonnenkilometer von 4250 Euro fällig, ab 2030 von 6800 Euro. Die Erfüllung dieser Ziele wird durch drei Faktoren für die Lkw-Hersteller erschwert, so ein gemeinsamer Vortrag der RWTH Aachen und von FEV: Das CO2-Reduktionspotenzial gerade für Schwer-Lkw ist begrenzt, erneuerbare Kraftstoffe werden sich erst nach 2030 spürbar auf die CO2-Reduktion im Verkehr auswirken, und eine Erhöhung der Gesamtbetriebskosten (TCO) eines Lkw sind bei den im harten Wettbewerb stehenden Frächtern nur schwer durchzubringen. Die Lösung des Dilemmas sehen die Verfasser der Studie in modularen Systembaukästen. So könnten einige Technologien, die bei Pkw bereits in Serie sind, auch in Lkw CO2 senken: Von der Bremsenergierückgewinnung über intelligente Antriebssteuerung bis zu einem 48-V-Bordnetz oder der Elektrifizierung von Nebenaggregaten. Insgesamt rechnen die Autoren damit, dass das CO2-Ziel 2025 mit konventionellen Maßnahmen erreichbar sein wird. Für 2030 seien aber auch alternative Energieträger wie Strom, Wasserstoff oder synthetischer Kraftstoff nötig. Welcher am effizientesten ist, hänge vom Einsatz des Lkw sowie von den Gesamtbetriebskosten ab. Für die Stadt sei ein batterieelektrischer Antrieb am attraktivsten, für Langstrecken ein Brennstoffzellenantrieb mit Wasserstoff.

Autor/in:
Peter Seipel
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