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Daimler macht die Truck-ID für Bezahlvorgänge und weitere Anwendungen nutzbar. Bislang handelt es sich allerdings um ein Pilotprojekt.

Lkw mit Geldbörserl

12.08.2019

Daimler gibt Lkw eine digitale Identität, die u.a. Bezahlvorgänge ermöglicht. Man spricht von einem „technologischen Meilenstein“.

In einem Pilotprojekt weist sich der Lkw mit seiner Truck-ID – vergleichbar mit einem eingebauten Personalausweis – gegenüber anderen Maschinen aus und kommuniziert so mit ihnen. In einem ersten Anwendungsfall haben die Daimler-Entwickler einen automatischen Bezahlvorgang an einer Elektro-Ladesäule erfolgreich durchgeführt. Die sogenannte Truck Wallet fungiert dabei als Plattformtechnologie und zentrales Benutzerprogramm für alle Anwendungen, die auf die Truck-ID zugreifen und diese für unterschiedliche Einsatzzwecke nutzen. „Damit haben wir die Grundlage für selbständige Interaktionen zwischen Lkw und anderen Maschinen geschaffen – ein technologischer Meilenstein“, sagt Projektleiter Helge Königs. Ziel sei es, Lkw zukünftig in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zu eigenständigen Akteuren zu machen. „Fahrer können sich dadurch stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren und Transportunternehmen profitieren von einer deutlichen Reduktion des Administrationsaufwands und sichereren Prozessen“, meint Königs. So sei beispielsweise der gängige Tankkartenbetrug durch Kriminelle, der bislang durch das Kopieren von Tankkarten und das Ausspähen von PIN-Nummern erfolgt, in dieser Form praktisch nicht mehr möglich. „Auch im Hinblick auf hochautomatisiert fahrende Lkw zeigen unsere Prototypen, in welche Richtung die weitere Entwicklung gehen kann“, so Königs.

Truck-ID und Truck Wallet – beides derzeit noch Prototypen – sind als Software-Programme in einem kryptographischen Prozessor verschlüsselt hinterlegt. Der Prozessor ist Teil des Truck Data Center, dem zentralen Telematik-Steuergerät des neuen Actros.

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