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LNG: Fachverband fordert Mautbefreiung

29.10.2019

Die Marktdurchdringung von LNG- bzw. CNG-Fahrzeugen müsse verbessert werden, sagt Günther Reder, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung.

Günther Reder, Obmann Fachverband Güterbeförderung: „Beginnen wir einen konstruktiven Dialog auf breiter Basis!“

Reder schlug kürzlich drei konkrete Handlungsstränge vor, mit der der Fachverband Güterbeförderung die CO2-Reduktion vorantreiben will:

1. Vermeiden

Derzeit können Lkw in Österreich aufgrund der weit über 100 regionalen und überregionalen Lkw-Fahrverbote nicht die kürzeste Strecke fahren, sondern werden zu weiten Umwegverkehren gezwungen. „Das jüngste steirische Fahrverbotsbeispiel der B320 zeigt eindrucksvoll, dass hier entgegen dem Umweltschutzgedanken gehandelt wird und Umwege von bis zu 110 km gefahren werden müssen“, sagt Reder. Dem müsse ein Ende gesetzt werden und die Nutzung der kürzest möglichen Strecken bundesweit ermöglicht werden. Dazu sei die Aufhebung von oft nicht miteinander abgestimmten Lkw-Fahrverboten nötig.

2. Verringern

Straßengüterverkehr kann durch die Einführung von neuen Fahrzeugkonzepten effektiv verringert werden. Durch die Einführung von Lang-Lkw nach deutschem Vorbild mit 25,25 Meter Länge und 40 Tonnen Gesamtgewicht wird, so die Annahmen des Fachverbandes Güterbeförderung, alleine durch Tirol die Anzahl von Transit-Lkw um rund 600.000 reduziert.

3. Verbessern

Die Marktdurchdringung von gasbetriebenen (CNG/LNG) Lkw muss verbessert werden, denn diese emittieren um 20 Prozent weniger CO2 als Diesel-Lkw. Hier nimmt Deutschland durch die Mautbefreiung solcher Fahrzeuge eine umweltbewusste Vorreiterrolle im Straßengüterverkehr ein.

Um der sauberen Technologie weiteren Schwung zu verleihen, wäre eine Mautbefreiung gleichlautend wie für Lkw mit Elektroantriebe wünschenswert, da erst mit einer entsprechenden Anzahl an Fahrzeugen auch die Infrastruktur gleichermaßen wachse, betont man übrigens auch bei der „Initiative Gas“.

„Konstruktiver Dialog“

„Wir wollen und könnten unseren Beitrag zur effektiven CO2-Reduktion leisten, wenn die Politik uns die hier aufgezeigten Rahmenbedingungen ermöglicht. Dies wären ganz konkrete inhaltliche Ansätze, abseits jeglicher Steuern-/Abgaben- oder Verbotsdiskussionen“, betont Reder in seinem Appell an die Entscheidungsträger. „Verlassen wir den Pfad der beliebten Pauschalverurteilung und Verbotskultur gegen den Lkw und beginnen wir einen konstruktiven Dialog auf breiter Basis“, lädt der Fachverbandsobmann abschließend alle verkehrspolitischen Meinungsbildner ein, die bisherigen Dogmen und Stereotypen abzulegen.

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