Direkt zum Inhalt

MBÖ komplett in Daimler-Hand

24.01.2013

Paukenschlag zum Jahreswechsel: Die 50prozentige Pappas-Beteiligung an Mercedes-Benz Österreich wanderte nach Stuttgart – Österreich war schließlich der letzte Kernmarkt in Europa,  in dem die Großhandelsfunktion nicht komplett in Daimler-Hand lag.

Damit hat

die bei Daimler international übliche Organisationsstruktur mit einer klaren Trennung von Groß- und Einzelhandel auch in Österreich Einzug gehalten – die Stuttgarter übernahmen alle Pappas-Beteiligungen an der Mercedes-Benz Österreich Vertriebsgesellschaft mbH, dem Generalimporteur für die Marken Mercedes-Benz, smart und Fuso, sowie an Mercedes-Benz Financial Services. Selbiges passierte in Ungarn, wo die Pappas-Anteile an der Mercedes-Benz Hungaria Kft sowie an den Finanzdienstleistungs­gesellschaften Mercedes-Benz Leasing und Credit ebenfalls an den Autobauer übergingen.

 

Verflixtes 7. Jahr

Der seit 2006 an der Spitze von Mercedes-Benz Österreich stehende Bernhard Denk hat das Unternehmen bereits verlassen – bis Redaktionsschluss stand noch kein Nachfolger für diese Position fest. Mit der Strukturänderung wird die Daimler AG auch den Großhandel mit Ersatzteilen für Österreich über die europäische Ersatzteillogistik neu organisieren. Bis zur Neustrukturierung wird der österreichische Markt zwar wie bisher über das Pappas Zentralersatzteillager Salzburg versorgt, ab 2014 dann aber über das Daimler Ersatzteil-Logistik-Center Nürnberg. Das Zentralersatzteillager Salzburg wird Ende 2013 geschlossen, für die betroffenen 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird seitens Pappas ein Sozialplan ausgearbeitet.

 

Pappas: 35 Standorte

Pappas bleibt mit 35 Verkaufs- und Servicebetrieben der größte Händler der Daimler Marken in Österreich und Ungarn und wird sich jetzt umso mehr auf den Einzelhandel konzentrieren. „Mercedes-Benz bleibt unverändert unsere Kernmarke", unterstreicht Friedrich Lixl, Vertriebsveranwortlicher der Pappas Gruppe. „Bei der Zusammenarbeit mit den Importeuren in Österreich und Ungarn und den Finanzierungsgesellschaften in den beiden Ländern erwarten wir eine weitere Professionalisierung für den gemeinsamen Erfolg."

Zur Pappas Gruppe, die sich nach wie vor zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet, gehören neben der Georg Pappas Automobil AG (12 Standorte im Bundesland Salzburg und Wien/Niederösterreich) die Pappas Automobilvertriebs GmbH (Ober­österreich und Amstetten) mit sieben Standorten, die Konrad Wittwar GesmbH in der Steiermark mit sechs Standorten, die Retterwerk GmbH in Tirol mit drei Standorten, Pappas Auto Ungarn mit sechs Standorten sowie die Pappas & Werlin GmbH in Bayern mit zwei Stand­orten.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
Werbung

Weiterführende Themen

Der weiter wachsende Online-Handel beschert den Paketdiensten Rekordzahlen.
Aktuelles
31.01.2018

Wie bereits in den Jahren zuvor verzeichnete die Österreichische Post auch 2017 einen neuerlichen Paketrekord.

Die Nachfrage nach Vans bleibt europaweit hoch: Im portugiesischen PSA-Werk Mangualde (Peugeot/Citroen) etabliert man jetzt eine dritte Schicht.
Aktuelles
31.01.2018

Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen ist weiterhin ungebrochen hoch. Die Hersteller rüsten auf.

Das steigende Konjunkturbarometer spiegelt sich auch in der Nachfrage nach Europaletten wider.
Aktuelles
31.01.2018

Die gute Wirtschaftslage hat auch Auswirkungen auf die Paletten-Nachfrage. Deren Produzenten kommen kaum mit der Produktion nach.

Das TruckForce-Netzwerk bedient seine Kunden in 28 europäischen Ländern mit rund 2.000 strategisch verteilten Service-Stützpunkten.
Aktuelles
31.01.2018

 

Bei Servicenetzwerken ist es so eine Sache: Erfüllen tatsächlich alle Partnerunternehmen einheitliche Standards?

Über die Kooperation mit dem Service- und Tankkartenanbieter Union Tank Eckstein (UTA) weitet TimoCom sein digitales Dienstleistungsangebot aus.
Aktuelles
31.01.2018

Bei TimoCom lassen sich auf Routen jetzt auch Tankstopps einplanen – dank einer Kooperation mit UTA.

Werbung