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Messungen eindeutig

22.12.2004

Eine Studie der Universität Graz stellt nun neuerlich die positiven Auswirkungen des Lkw-Nachtfahrverbots auf der Inntalautobahn in Frage und bestätigt somit, was die Wirtschaft schon längst vermutet: Mit der Verlagerung des Lkw-Verkehrs von der Nacht auf den Tag wird die Summe der täglichen Emissionen nicht geringer.
Bei einer Pressekonferenz in Innsbruck erläuterten die Wissenschaftler von der Universität Graz, Dr. Dietmar Öttl und Univ.-Prof. Dr. Peter Sturm, die Ergebnisse der nunmehr zweiten Untersuchung, die im vergangenen Winter vorgenommen worden war. Eine Sommerstudie hatte bereits ähnliches zutage gebracht, war aber vom Land wegen des kurzen Untersuchungszeitraums angezweifelt worden. Nun wurde die Maßnahme der Tiroler Politik zur Verringerung der Schadstoffanteile in der Luft neuerlich als Flop hingestellt. Die beiden Experten erklärten unisono, dass in Summe keine nachweisbaren Auswirkungen auf die mittlere Immissionskonzentrationen für Stickstoffoxide (NOx) messbar seien. Für Stickstoffdioxid (NO2) seien noch viel geringere Auswirkungen zu erwarten. Zwar sei im Sommer eine deutlich geringere Abnahme der Konzentration mit zunehmendem Abstand zur Autobahn festgestellt worden. Doch dies hatten die Experten ohnehin vermutet, da in den Wintermonaten im Inntal nur eine schlechte Entlüftung bestehe.

Kontraproduktiv
Die nun vom Land geplante Verlängerung des Nachtfahrverbotes an Werktagen von 22 bis 6 Uhr bzw. 20 bis sechs Uhr (1. November bis 30. April) habe noch mehr kontraproduktive Auswirkungen. Sie erzeuge in den Morgenstunden mehr Verkehrsspitzen, was noch mehr Schadstoffausstoss bedeute. Die in jüngster Zeit praktizierten Blockabfertigungen der Lkw’s in den Morgenstunden erzeugen ebenfalls zusätzliche Umweltbelastungen.
Wirtschaftskammer Präsident Dr. Hansjörg Jäger kritisierte, dass in Tirol an einer Schraube gedreht werde, die nicht effizient sei. Er fordert, dass in die Bemühungen, die Umweltbelastungen zu senken, vor allem auch die Pkw´s einbezogen werden müssen. Er könne sich „Tempo 100“ für Pkw zu bestimmten Zeiten gut vorstellen. Zudem müsse alles getan werden, den öffentlichen Personenverkehr zu förden.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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