Direkt zum Inhalt

„Nicht ausreichend erprobt“

12.09.2019

Nutzfahrzeugimporteure weisen auf Risiko bei vorzeitiger Einführung von Abbiegeassistenten hin.

Lkw-Importeurs-Sprecher Weinberger: „Die Erprobung von Fahrassistenzsystemen erfordert einen umfangreichen Praxiseinsatz über einen langen Zeitraum, damit ihre Funktion in sämtlichen Situationen sichergestellt werden kann.“

Vor einer verpflichtenden Einführung von Assistenzsystemen warnt der Sprecher der österreichischen Nutzfahrzeugimporteure, Franz Weinberger, als Reaktion auf das von den Wiener „Grünen“ in Aussicht gestellte Fahrverbot für Lkw ohne Abbiegeassistenten ab 2020 in Wien. „Da Nachrüstlösungen derzeit oftmals noch nicht ausreichend von den Herstellern erprobt und vollständig freigegeben wurden“, so Weinbergers Begründung.

Qualität und Funktionalität der am freien Markt verfügbaren Nachrüstsysteme seien mangels einer einheitlichen gesetzlichen Norm sehr unterschiedlich. „Die Erprobung von Fahrassistenzsystemen erfordert einen umfangreichen Praxiseinsatz über einen langen Zeitraum, damit ihre Funktion in sämtlichen Situationen sichergestellt werden kann“, stellt Weinberger klar, „erst danach können wir die Assistenzsysteme freigeben und damit auch die volle Verantwortung sowie Gewährleistung übernehmen.“ Die technische Definition der Assistenten für die kommende EU-Gesetzgebung werde derzeit auf Basis einer umfassenden UN-ECE-Regelung erarbeitet. Weinberger hebt aber auch den Faktor Bewusstseinsbildung hervor: „Gemeinsam mit den Transporteuren, ÖAMTC, ARBÖ und den Fahrschulen führen wir beispielsweise Aktionen für Schulkinder durch, um ein entsprechendes Gefahrenbewusstsein zu trainieren. Derartige Initiativen, welche alle Verkehrsteilnehmer, sowohl Lkw- und Busfahrer, als auch Fußgänger und Radfahrer, sowie die Politik miteinschließen, sollten stärker fokussiert werden“, fordert er abschließend.

Werbung

Weiterführende Themen

Burgenlands Regierungsrätin Gerlinde Potetz mit den Interessenvertretern (von rechts) Ludwig Pall, Martin Horvath, Roman Eder und Bernhard Dillhof.
Aktuelles
28.06.2019

44 burgenländische Volksschulen wurden im Frühjahr 2019 im Rahmen des Projekts „Lkw in der Schule“ besucht.

Zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt der deutschen Autobahn A5 können Oberleitungs-Lkw auf Strom aus dem Oberleitungssystem zurückgreifen.
Aktuelles
18.06.2019

Nach den ersten 1.000 Kilometern mit Oberleitungs-Lkw liegen durchaus interessante Ergebnisse vor.

„Jede verletzte Person im Straßenverkehr ist eine zu viel“, sagt Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (3.v.r.).
Aktuelles
17.06.2019

Um 5,5 Millionen Euro hat die ASFINAG auf der A 21 Außenring Autobahn neue Lkw-Stell- und Kontrollplätze errichtet.

Der erste neue Actros lief am 21. Mai 2019 im Mercedes-Benz Werk Wörth vom Band.
Aktuelles
22.05.2019

Mit einem saphirblauen 1851er startete die Serienproduktion des neuen Mercedes-Benz Actros.

200-Millionen-Investment in das Werk Westerlo (Belgien): DAF Präsident Harry Wolters (rechts) mit dem dementsprechend erfreuten flämischen Wirtschaftsminister Philippe Muyters.
Aktuelles
23.04.2019

DAF investiert 200 Millionen Euro in seine Fahrerhaus-Produktion in Westerlo.

Werbung