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Zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt der deutschen Autobahn A5 können Oberleitungs-Lkw auf Strom aus dem Oberleitungssystem zurückgreifen.

Ober-Leitung, unter Verbrauch

18.06.2019

Nach den ersten 1.000 Kilometern mit Oberleitungs-Lkw liegen durchaus interessante Ergebnisse vor.

Seit 22. Mai 2019 fährt die deutsche Spedition Schanz mit einem Scania R 450 Diesel-Hybrid-Lkw mit Stromabnehmer mehrmals täglich Fracht von Odenwald nach Frankfurt-Ost – dabei nutzt man die fünf Kilometer lange Oberleitung der A5-Teststrecke zwischen den Autobahn-Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt in Südhessen. „Nach den ersten tausend Kilometern, die ausgewertet wurden, konnten wir eine Kraftstoffeinsparung an Diesel von zirka 10 Prozent verzeichnen“, sagt Scania-Produktmanager Stefan Ziegert. „Das eigentlich Charmante an der Technik ist, dass das Fahrzeug nicht nur mit dem Oberleitungsstrom fahren, sondern darüber hinaus im laufenden Betrieb die Batterie laden kann“, erklärt er. Dies bringe erhebliche Vorteile, denn bei einem Nutzfahrzeug, das häufig rund um die Uhr im Einsatz ist, werden die Standzeiten für den Ladevorgang auf ein Minimum reduziert. Der Strom für die Anlage werde außerdem zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bereitgestellt.

Wenn die Effizienz der Technik in diesem Versuch festgestellt wird, könnten Lkw künftig generell elektrifiziert unterwegs sein und dann – so die Scania-Vision – vielleicht auch ganz ohne Verbrennungsmotor auskommen. Dafür müssten keineswegs alle knapp 15.000 Autobahn-Kilometer in Deutschland mit Oberleitungen ausgestattet sein. Denn zum einen finden knapp 70 Prozent des gesamten Güterverkehrs ohnehin auf den wichtigsten Verkehrsstraßen statt, die sich auf etwa 4.000 Autobahnkilometer konzentrieren. Zum anderen würden auf diesen Strecken wiederum Abschnitte von rund 15 Kilometern ausreichen, um die nächsten 50 Kilometer batterieelektrisch fahren zu können, so das Scania-Credo.

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