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EU-Kommissarin Adina Ioana Valean (links) mit Tirols Landeshauptmann Günther Platter, Vize-Koordinatorin des EU-Verkehrsausschusses Barbara Thaler und Simon Lochmann, interimistischer Leiter des Tirol-Büros in Brüssel.

Platter: „Brauchen Lkw-Obergrenze“

12.12.2019

Erstes Treffen zwischen Tirols Landeshauptmann Platter und der neuen EU-Verkehrskommissarin Valean.

„Einmal mehr habe ich verdeutlicht, dass in Tirol die Belastungsgrenze für Mensch, Natur und Infrastruktur überschritten ist und wir den Lkw-Zuwächsen nicht länger tatenlos zusehen können. Deshalb habe ich der Verkehrskommissarin vorgeschlagen, nach den Zielen des EU-Weißbuchs zum Verkehr eine Lkw-Obergrenze umzusetzen“, sagte LH Platter im Anschluss an das Treffen in Brüssel. Auch unterstrich er einmal mehr, dass „die Blockabfertigungen und Lkw-Fahrverbote Notmaßnahmen sind, an denen wir festhalten werden.“

LH Platter betonte, dass am Brenner 40 Prozent der Lkw einen Umweg in Kauf nehmen, um kostengünstiger zu transportieren – am Gotthard/Schweiz seien 95 Prozent der Lkw dem „Bestweg“ zuzurechnen.

Brennpunkt Brenner

„Wir verzeichnen in der Schweiz im alpenquerenden Güterschwerverkehr auf der Straße einen stetigen Rückgang der Lkw-Zahlen, während sie am Brenner ständig steigen. Hier findet eine völlig falsche Verlagerung auf Kosten der Tiroler Bevölkerung statt. Die Gründe sind vielfältig, aber maßgeblich ist sicherlich der viel zu günstige Korridor am Brenner, der im Vergleich zu anderen Alpenübergängen zwei bis drei Mal so billig ist. Dass am Brenner mittlerweile mehr als doppelt so viele Lkw wie in der Schweiz verkraftet werden müssen, ist eine extreme Ungleichbehandlung eines EU-Mitgliedstaates gegenüber eines Nicht-Mitglieds. Daher fordere ich einmal mehr, dass es eine einheitliche Korridormaut von München bis nach Verona gibt und der Druck der EU auf unsere Nachbarstaaten in Sachen Zulaufstrecken des Brenner Basistunnels erhöht wird. Denn ohne dieses Jahrhundertprojekt ist die nachhaltige, transitentlastete Zukunft in Gefahr“, erklärte Platter, dass weder Italien noch Deutschland reale Anstrengungen unternehmen, um einerseits die Straße zu verteuern – was mit der aktuellen Europäischen Wegekostenrichtlinie bereits möglich wäre – noch andererseits den Verpflichtungen beim viergleisigen Ausbau der Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel nachkommen.

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