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Qualität und Nachhaltigkeit im Transport

08.04.2020

Für Umwelt und Wirtschaft muss Transport und ­Verkehr ganzheitlich gedacht werden.

Kommentar von Bruno Urschitz

Bruno Urschitz
Zur Person

Bruno Urschitz ist Obmann der Fachgruppe für das Güterbeförderungsgewerbe Kärnten. Diese ist unter der E-Mail-Adresse [email protected] erreichbar. 

Die Diskussionen rund um die Themen von Transport und Verkehr konzentrieren sich meist nur auf einzelne Aspekte oder Teillösungen. Aber in einem Jahrzehnt, in dem auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz immer wichtiger werden, müssen wir ganzheitlich denken und müssen den Blick auf das Zusammenspiel des Gesamten lenken. Bestes Beispiel sind Lkw-Fahrverbote. Immer wieder sorgen unüberlegte Schnellschüsse für ein Mehr an sinnlosen Kilometern. Wird der gesamte Kreislauf betrachtet, nutzt der dadurch entstehende Umwegverkehr niemanden. Grüner Verkehr bedeutet ein faires Miteinander und sinnvolle Maßnahmen für Wirtschaft und Umwelt. Kein Transporteur fährt zum Spaß durch die Gegend. Transport findet immer nur dort statt, wo Waren bestellt und gebraucht werden. Das darf in den Diskussionen nicht vergessen werden. Durch unsere neuen Lkw-Flotten mit Euro-6-Motoren ist Feinstaub kein Thema mehr, denn die Luft kommt reiner raus als rein.

Weniger Leerkilometer

Jeder sinnlose Umwegkilometer verursacht Treibstoffverbrauch und damit CO2-Ausstoß von 3,6 Kilo je verbrauchtem Liter Diesel. Jede Just-in-time-Lieferung, welche von Konsumenten gefordert wird, geht zu Lasten der Umwelt. Nutzlasterhöhung und Lang-Lkw würden dabei Abhilfe schaffen. Denn damit werden die Leerkilometer verringert. Als Interessensvertreter werden wir nicht müde, darauf aufmerksam zu machen und ein Bewusstsein für den Kreislauf von Transport und Wirtschaft zu schaffen. Ohne die Transporteure funktioniert Wirtschaft nicht. 

Eigenes Gütesiegel

Qualität wird zu einem immer stärkeren Wettbewerbsvorteil – auch bei den Kleintransporteuren. Um das transparent nach außen zu zeigen, bekommen in Kärnten alle gewerblich tätigen Kleintransporteure ein eigenes Autokennzeichen und können sich mit einem Gütesiegel zertifizieren lassen. Damit können Kunden auf einen Blick erkennen, dass es sich um einen heimischen Qualitätsbetrieb handelt. Die Kleintransporteure erhalten das Kennzeichen mit der Endung „KT“. Erfreulich ist, dass bereits die ersten Unternehmen den WIFI-Kurs für das KT-Gütesiegel absolvierten. Als zweiten Schritt besuchen sie auch ein Ladungssicherungs- und Fahrtechniktraining in Kooperation mit dem ÖAMTC.

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