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Renault Trucks K 520 8X4

06.04.2020

Frisch motiviert: Optisch aufgefrischt und technisch optimiert starten die Baureihen C und K von Renault Trucks mit viel Elan in die neue Baustellensaison. 

Technisch inspirierte Fabelwesen schmücken die aktuelle Generation der Presseautos von Renault Trucks. So blickt dem Betrachter des Hiab-Multilift-Aufbaus am C 440 6x4 ein grimmig dreinschauendes Mammut ins Gesicht. Die großen Stoßzähne und der finstere Blick dieser ausgestorbenen Gattung des Elefanten sollen das Motto „Face the Challenges“ (in etwa: „sich den Herausforderungen stellen“) untermauern. Wir haben uns einigen Herausforderungen in den weitläufigen Schottergruben der Firma Marchart im niederösterreichischen Karl­stetten unterzogen.

Mehr Gelb 

Vor dem Start der Motoren der Testautos (zusätzlich zum C 440 stand ein K 520 8x4 mit CIF-Kipper parat) fielen uns gleich ein paar neue Farbakzente ins Auge. Gelb hervorgehobene Markierungen an den Stufen auf der Fahrerseite des Vierachskippers und gelb lackierte Griffstangen an beiden Seiten der Fahrzeuge sollen für mehr Sicherheit beim Ein- und Aussteigen sorgen. Wie effizient diese Maßnahme tatsächlich ist, bleibt abzuwarten – der Einsatz der Signalfarbe macht den grauen Alltag aber zumindest etwas bunter.

Mehr Umsicht 

Zweifelsfrei ein Fortschritt ist die „Vision“-Tür auf der Beifahrerseite, deren Fenster einen Blick auf sich sonst für den Fahrer nicht einsehbare Fahrzeuge oder Personen rechts neben dem Lkw ermöglicht. Ergänzend dazu sollen auch zwei Kameras und vier Ultraschallsensoren „verwundbare Personen“ wie Fußgänger und Radfahrer vor Tote-Winkel-Unfällen schützen. Diese lobenswerten Systeme blieben bei unserem Test-Rendezvous mangels Radfahrern oder Spaziergängern in der Schottergrube aber ohne Einsatz. Ein neues Sicherheitsmerkmal ist auch die Notfallfeststellbremse, diese aktiviert sich wenn folgende drei Voraussetzungen erfüllt sind: laufender Motor und offene Fahrertür bei sich bewegendem Fahrzeug (unter 3 km/h). Dies soll das Risiko eines sich unbeabsichtigt rollenden Lkw reduzieren helfen.

Praxis-Check

Auf den zum Teil recht anspruchsvollen Strecken im Areal der Firma Marchart (der Betrieb aus der Nähe von St. Pölten ist auf Schottergewinnung, Erdbau und Transporte spezialisiert) zeigte sich der auf 35,5 Tonnen ausgeladene K 520 8x4 punkto Traktion von seiner besten Seite. Dank automatisiertem Optidriver-Getriebe mit Offroad-Programm und Crawler-Gängen sowie dem Voith-Retarder mit einer maximalen Verzögerungsleistung von 450 kW bei 3250/min sind steile Anstiege und Abfahrten auch für Chauffeure mit wenig Fahrpraxis abseits befestigter Straßen gut beherrschbar. Das gilt auch für die Bewältigung kniffliger Passagen im Retourgang.

Genug Kraft 

520 PS markieren bei den Fahrzeugen aus Lyon ja die kräftigste Leistungsstufe des 12,8-Liter-Reihensechszylinders, der seine 382 kW/520 PS zwischen  1430 und 1800/min abliefert. Das maximale Drehmoment von 2550 Nm steht zwischen 1000 und 1430/min zur Verfügung. 275 Liter fasst der auf der linken Seite zwischen den Achsen platzierte Kraftstofftank, das Volumen des auf der rechten Fahrzeugseite angebrachten AdBlue-Tanks beträgt 57 Liter.

Recht wacker schlug sich auch der auf etwas mehr als 27 Tonnen ausgeladene C 440 6x4. Auch ohne Retarder war er dank der beherzt arbeitenden zweistufigen Motorstaubremse bergab gut zu beherrschen. Einzig der eingeschränkte Rampenwinkel macht zu engagierten Gelände-Ambitionen einen Strich durch die Rechnung. 

Summa summarum sind die Franzosen mit diesen beiden kompetent und ansprechend gemachten Modellen auch im Segment der Baustellenfahrzeuge gut aufgestellt. Eigenartigerweise war die Rückwand der Kabine des K 520 mit einem Fenster ausgestattet. Diese Konfiguration ist wenig sinnvoll, da der Ausblick auf den Kipperaufbau wenig Praxisnutzen bietet und durch die Heckscheibe der Geräuschpegel im Fahrerhaus unnötig erhöht wird.

Testbericht von Andreas W. Dick

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