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ZF-Zukunftsstudie „Letzte Meile“: Wenn der Roboter das Weihnachtspaket bringt.

Roboter statt Drohne?

05.12.2016

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) hat die Zukunft der Zustelllogistik für Metropolen, Stadt und Land untersucht. Von Robotern, Drohnen und 3D-Druck ist die Rede.

Ursache für wachsenden Kosten- und Innovationsdruck seien nicht nur steigende Ansprüche der Konsumenten (Stichwort „same hour delivery“), sondern auch Einschränkungen für Belieferungsverkehre, verschärfte Vorgaben für die Antriebstechnik oder Gebühren für den Zugang zu bestimmten innerstädtischen Bereichen. Intelligente Algorithmen könnten in Zukunft frühzeitig Bestellungen und Transportanforderungen antizipieren – im Idealfall befindet sich die Ware bereits während der Bestellung in unmittelbarer Nähe des Kunden. Das Wissen über Sendungen und deren Empfänger hilft, Transporte flexibel und zugleich effizient zu gestalten.

Die Autoren der von ZF initiierten Zukunftsstudie gehen davon aus, dass neue Technologien, die innovative Transportformen ermöglichen oder Transporte sogar überflüssig machen, für die größten Veränderungsimpulse sorgen. So werde sich der 3D-Druck weiter durchsetzen, meint man. Viele Güter könnten mittels additiver Verfahren vor Ort hergestellt werden und so zeitkritische Transportwege vermeiden. 3D-Druckläden analog der Copy-Shops in Zeiten, in denen noch nicht in jedem Haushalt ein kopierfähiger Tintenstrahldrucker stand, könnten hier ein Weg sein.

Dem autonomen Fahren schreibt die Studie eine wichtige Rolle zu – ohne, dass der Zusteller überflüssig wird. Seine Aufgaben ändern sich, etwa wenn ihm das Transportfahrzeug auf seinem Weg von Haus zu Haus automatisch folgt. In ländlichen Gebieten können autonome Zustellfahrzeuge den hohen Kostendruck mindern, der durch den zunehmenden Fahrermangel immer mehr auf den Logistikdienstleistern lastet. Auch in Städten könnten bodengebundene Transportroboter auf der letzten Meile eingesetzt werden. Transport-drohnen werden dagegen aufgrund von Sicherheitsrisiken kaum über ein Nischendasein hinaus kommen, so die Studienautoren abschließend.

Autor/in:
Redaktion Straßengüterverkehr
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